um den köstlichsten Genuss zu thun was, warmen,konnte.
Unter den merkwürdigsten Vorfielen seines Lebenszeichneten sich einige Begebenheiten aus, die ich hierkürzlich erzählen will.
Gaupp besuchte die Messe in Leipzig, und standdort mit einem sehr gewissenhaften und angesehenenMann in nicht blos merkantiliscber, sondern freund-schaftlicher Verbindung. Im Iahr 56 gierig er nach Ge-wohnheit auf die Messe, und nachdem er mit seinemFreund ihre beiderseitigen Rechnungen auszugleichenstrebte, fand der leztere, dass er noch einen Schuldpo-ften von 300 Thalern an Gaupp zu bezahlen hätte.Gaupp versicherte ihn, darüber liquidirt zu seyn. DerFreund war damit nicht zufrieden, und wollte dasGeld mit Gewalt bezahlen. Auch dass ihm Gauppden getilgten Posten in seinen Büchern wies, halfnichts, und es entstand ein eben so seltener als lebhaf-ter Streit, bey dem jeder Recht haben wollte; so dassZuletzt Q. sich entschloss, die streitige Summe zu einergeheimen Wohlthat auf die Seite zu legen. EinigeTage darauf, da beyde Freunde einen sehr lieblichenAbend getheilt, bey dem die Tabackspfeise mit eineWichtige Rolle gespielt hatte, fand Gaupp nach demSpeisen seinen Freund anferst finster. Er suchte ihnzu ermuntern, konnte aber alles Flehens ungeachtet,den Grund nicht erfahren. Beym Abschied umarmteihn jener zärtlicher als gewöhnlich, und sagte zu ihm:»Beten Sie für mich!“ — Gaupp suchte aufs neuedie Ursache dieser auffallend ernsten Stimmung zu er-forschen; umsonst, Q. riss sich von ihm los, und eilte2us fein Schlafzimmer, kam aber wenige Minuten drauf