Buch 
Predigt zur Empfehlung des neuen Zürcherischen Gesangbuchs : dem ganzen evangelisch-reformirten Helvetien gewidmet / von Andreas Keller, Pfarrer zu Jllnau, Kanton Zürich
Entstehung
Seite
35
JPEG-Download
 

l

)

st

ß

h

r,

w

rg

ie

l-d

ei-

>ik-

!ik^

-ne

>ie-

>.o-

IieN

'i-hr »o

ZS

erwarten haben. Denn ich Euch eine andere ReligionPredigen / wenn ich Euch etwas empfehlen wollte/ wasEuch das Christenthum weniger lieb, was Euch dasselbeverächtlich machen könnte, dann verachtet mich, dannweiset mich mit Widerwillen ab. Aber ich habe Euchja gezeigt, daß die Einführung eines Gesangbuches nichtdir Religion selbst gehöre, sondern nur eine äusserliche,freilich auf die Religion sich beziehende, menschliche Air»stakt sey, daß also mit der Einführung eines neuen Ge-sangbuchs die Religion selbst, insofern es, wie es sichvon selbst versteht, mit dieser übereinstimmt, im minde-sten nicht verändert werde. Die Religion selbst, wie siewar, wie sie uns das Evangelium lehrt, bleibt, sey'Sbaß Ihr im neuen, oder daß Ihr im alten Gesangbuchestnqct. Aber lieben werdet Ihr das alte, unveränder-liche Christenthum mehr, mehr seine Kraft an seinenHerzen werdet Ihr erfahren, wenn Ihr das neue voll-lvinmnere Gesangbuch gebrauchet, und es recht gebrau-chet, als wenn Ihr das alte, schlechtere fortbehaltet.

Oder glaubet Ihr, die christliche Gemeinen alle,bereu so viele sind, die seit zehen und zwanzrg Jahren"eile Gesangbücher angenommen haben, und sie izt gern^ad mit Nuzen gebrauchen, seyen von ihrer Religion ab-fallen? Nein, sie sind noch so gute Christen, und ha-ben noch das gleiche Evangelium, wie Ihr.

Ja, aber die hatten vielleicht nur ein mensch,liches Gesangbuch» kein göttliches, wendetHhr mir vielleicht aufs neue ein, wir -aben einGötd-

b 2