Wassund vnd missetat hast vnd do sij das hondret do e rach sij gar erschrockenlich vnndvorchtsamlich zu im. Mein lieber bruder.kanst du mit nit gesagen. oder waijst dumit ob ich auch noch mein ewiges heil vn̄die goͤtliche genad erwerben mug. Do sprache er Mein liebe schwester wilt du somagst du noch dein ewigs heijle vnd dasewig leben noch wol erlangen. Do vieleim sein schwester gefuͤssen vnd bat in dazer got für sij wolt bitten das ijr irre sündewurden vergeben vnd das er sy mitt ymfuͤret in die wuste/ do sprach er gee hin vnbedeck dein haupt vnnd gee hernach Doantwurt sij vnnd sprach ruider laß vnsbehendigk lien geen. wann zimlichen vndbillichen ist das ich schammlich vn̄ mit blossem haupt vnder die menschen gange vnnicht mer kōm in mein hauß in dem ich also offt vnd vil gesündet hab. Vnd do sijmit einander außgiengen do manet sij yrbuͤder der rewe vnnd laid vmb pr sündNun sahe er das im etliche brueder entgegen giengen vnnd im bekamen do spracher zu ijt. wann die nitt all wissent das dubist mein schwester so gee ein klein von deweg biß dise bruder fürgangen das thaͤtesij vnd do die bruder fürgiengen do ruͤf-fet er je zu ihm vnnd sprach kom dan sch-wester meine laß vnß geen vnsern wegeaber sij gab im kem antwurt vnnd do sijnit antwurtet do besahe er vor sij damitmeinet vnd fand sij das sij tod was vndijr fuͤß waren übergossen mit bluͤt wannsij was barfuͤß. Do das der bruder saheso weinet er vnd klaget sij vnnd kam zuden vaͤtern vnd saget in wie es mit seineschwester ergangen was vnd do die vant/ter das horten do wurdent sij vnder einander reden vnnd fragen ob sij behaltenwaͤr vmb das das sij allet lei plicher ꝺingvnd auch zeitlicher ding nit geachtet hetesunder sij vergaß aller ding vnd weinetvum seuffizet das sij geheylen mochte dye

blatlxvij.manigfaltigen wunden Irer sunden dijesij begangen vnd, volbracht het vnnd dar-umb so empfieng der barmherczig eviggot yr rewTe vaͤter sageten von einembruder der was nahent beyeinem altuatter gesessen demstal der selbig bruder was erhet in seiner zell vnd das sahe der altuat-ter wol vnd straffet in doch darumb nitunder zwang er vnd noͤttet sich selber δzer des mer vnd fleißiger arbeytet vnndsprach Ich gelaub der bruder bedürf seinvnd noͤttet sich selber tzū grosser arbeytedann vor maß vnd enthielt sich an eßenvnd an trincken also das er des brotes nitgenuͤg-do nun der altuater an daz toδbedt kam do vmbstundent in dije bruder.vnd do er sahe den bruder der im gestolenhet do sprach er zu ym kom her zu mir vn̄do er zu im kam ꝺo nam er ym seine hendvnd küßet sij vnnd sprach Lieber bruederich sag dir genad vnd disen henden wanvon irrent wegen gee ich dahin in das hijmelreich-do das der bruder hort do warder betrübt vnd laistet rew vnd buͤß vmbdas das er gethan het vnd nam ein ebenbild von den wercken des heyligen vat-ters vnnd ward auch ein bewerter vnnndvolkomner munchVon götlicher vnd brüderlicher liebBbt Anthonius spra-che ich furcht got yeczonitt mer, wann ich habin lieb wann die lieb treibet auß die vorcht.Er sprach aber vonvnserm nechsten haben wir das evig le-ben oder den ewigen tode. wann ist daswir vnsern nechsten gewinnen so gewinnen wir got-ergeren wir vnsern nechsten.so sunden wir in cristumIII.