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um durchzuführen. Erst um 11 Uhr Nachts kamen wir inMarseille au, und eS wurde 2 Uhr bis ich zur Ruhe gelaugte.
Den 9. Sept. besahen wir uns die Stadt und den Hafen;dieser war gedrängt voll von Schiffen aller Nationen. DiePapageien und Kolibris, die in Käfigen feilgeboten wurden, ge-fielen mir sehr gut. Die prächtigen Magazine zogen mich eben-falls an. Obst- und Blumenhändlerinnen stehen auf den Straßenund Plätzen. An Melonen, Feigen, Mandeln und Pfirsichensahen wir einen großen Ucberfluß. Eine Art Melone ißt manohne Zucker, die viel besser schmeckt, als die bei uns mit Zucker.
Wir fanden in Marseille zu unserer Freude Bekannte undVerwandte. Bald fuhren wir auf einem Nachen bis an denEingang des Hafens, und besuchten unsere schöne, reinliche,äußerst elegante Medina. Nachmittags bestiegen wir denBerg, worauf die iMru Viimv «lo In Oaräo steht, und sahenvon dort den Untergang der Sonne in's Meer, und gegenüberden Aufgang des Mondes hinter den Gipfeln der wildromantischaussehenden kahlen Berge.
Mittwochs den 10. Sept. Abends fuhren wir mit allem Gepäck,von den Unsrigcn auf's Freundlichste geleitet, auf das Schiff,und begaben uns bald zur Ruhe. Unsere Gesellschaft bestandvon da an aus sieben Personen: Herrn Inspektor Josenhans,einem Neffen von ihm, vier Missionaren, worunter der ehemaligeBramme Herrmann Kanndanjah und mir. Um halb 1 Uhr frühfing das Boot an sich in Bewegung zu setzen. Des Morgensstanden die andern vier Damen auf, wie gewöhnlich. Sie kamenvon England und waren des Seefahrens gewohnt; ich abermußte den ganzen Morgen liegen bleiben, und kam nur Nach-mittags eine kurze Zeit auf das Berdeck. Aber am folgendenTage ging es besser? das Wetter war auch so unaussprechlichherrlich, daß ich mich meiner Seereise freute wie ein Kind. Eswar auch ein Beduine auf dem Schiff, mit seiner 14jährigen