Aas tägliche Lebe» eines Dienstboten
in
einem angesehenen Hause in Languedoe.
Von ciucr Ticnerin qcschildkrl.
Laßt mich vor Allem unser Haus selbst beschreiben. EbenenFußes ist die reich besetzte Küche, in welcher auch die Dienst-boten speisen, nebst den Borrathskammern. Links ist ein präch-tiger Eßsaal, in welchem das Silber nicht fehlt. Bon hierführen zwei Glasthürcn in den Garten. In dem Borsaal stehenherrliche Blumentöpfe. In einem kleinern, sehr niedlich einge-richteten Salon ist ein Wandschrank mit einem Silbcrservice,wie ich es in meinem Leben nicht so herrlich gesehen habe. Eswird nur bei Taufen und andern Festen gebraucht. Das Por-zellan ist alles englisch. Bon diesem kleinern gelangt man ineinen großen Saal, der mit grünem Sciocnsammt ausgcschlagcnund prächtig möblirt ist. Zwei herrliche Lampen, zwei Basen,nebst einer großen Uhr zieren das Kamin, das, wie alle imHanse, von Marmor ist. Oben sind die Zimmer des Herrnund der Madame, alles mit der größten Eleganz eingerichtet.Selbst der Platz, den man mit Nr. 100 bezeichnet, hat nocheine schönere Tapete, als in Deutschland in manchem Zimmerzu finden ist.