Gleise nach Vstin-ien,
im Herbst 1851.
(Auszug uuS den Briefen der jetzigen W.ittin eines 2)!issionarS an dermalabarischen Allste.)
Es war schon dunkel, als wir endlich den 4. SeptemberAbends in Besannen anlangten. Es wurde dort nicht nurnach Pässen und Namen gefragt, sondern auch, ob wir Schinkenund Geflügel bei uns hätten. Die starke Festung ist, wie vieleStädte Frankreichs, trotz alles Unraths, doch großartig; sie hatbreite Straßen und hohe Häuser. Auch Chälons wäre eineschöne Stadt, wenn die Häuser nur nicht so grau und alt wären.Julius Cäsar soll ja dort schon sein Wesen getrieben haben.
Gegen Lyon hin werden die Ufer der Saone sehr reizend.In Lyon selbst bestiegen wir noch den 6. Abends den Berg, anwelchen die Borstadt Fourviörcs hingebaut ist, und sahen vondort die vielen schönen Brücken über die Rhone und Saone,die prachtvollen Gebäude und breiten Plätze, den Montblancund die ganze Kette der Piemonteser und französischen Alpen.Beim Heimkehren sahen wir Brücken und Ufer mit GaSlampenzauberhaft beleuchtet.
Sontags den 7. verbrachten wir wohl eine Stunde in derKathedrale. Aber recht traurig machte uns der Gottesdienst inderselben, der in Messelesen, Gesang und feierlichem Herum-gehen der Geistlichkeit bestand; von einer Predigt war keine