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Moralische Erzählungen zur Veredlung des Herzens : ein Geschenk für die Jugend / ausgewählt und zusammengetragen aus [Franz Seraph] Häglsperger's Jugendbibliothek.
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46
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er sich sogleich bei Hofe, und der alt« Vater erhielteinen solchen Zuschuß, daß er von nun an ruhigund ohne Sorgen leben konnt«. Theodor'» abernahm der Graf von nun an zu seinem Kammer-diener, erhöhte ihm seinen Lohn, zog ihn näher ansich, um seine Talente zu benutzen, und in wenigenJahren war er sein Sekretär mit tausend GuldenGehalt. Diese Freude erlebte der alt« Vater noch,und dankend der lohnenden Vorsehung pries er sichglücklich, einen solchen Sohn zu haben, der ihn soinnig liebte, so treu seiner pflegte, in seinem neuenBerufe ehrbar und geachtet lebte, und ihn segnendtrat er in'S bessere Leben über.

Theodor lebte lange, geschätzt von seiner Herr-schaft, und fuhr bis zum Ende seines Lebens fort,ehrlich und fleißig, freundlich und liebevoll zu sein.

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Geschichte vondreiSöhneneinesNett-lers, die endlich reiche Herren ge-worden sind.

Es gibt allerlei Arbeiten, die der ärmste Bauers-mann ohne Mühe anfangen kann, um sein Brod zuverdienen und Weib und Kind zu ernähren; wernur aufmerksam, fleißig und sparsam ist, der ver-dirbt in der Welt nicht. DaS beweiset die Geschichtevom HanSjörg Schmid.

Der alte Hansjörg war ein Bettler, der inKriegsdiensten das rechte Bein verloren hatte. Erging noch vor mehrern Jahren von HauS zu Haus»n den Dörfern am Bodensee, bald zu Fisch dach,bald zu SalmannSweiler u. s. w., um Brodzu heischen. Jetzt aber sitzt der alte HanSjörg