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Moralische Erzählungen zur Veredlung des Herzens : ein Geschenk für die Jugend / ausgewählt und zusammengetragen aus [Franz Seraph] Häglsperger's Jugendbibliothek.
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54
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nützen, so wären wir noch heute arme Bettler. Aberwir haben euer» Spruch uns oft vorgebet«, wenn'Sunö sauer ward:

Brttelbrod ist bitt'r« Notb;

Diebeöbrvd bringt Galgentod;

Aber Arbeit segnet Gott!

und dann gingS!"

Also sprachen die frommen Söhne und nahmenihren hochbeglückten Vater mit sich, und vermachtendas Geld, so er beim Kaufmann hatte, an die Ge-mrindSkaffe zur bessern Besoldung des Schulmeisters,und lebten Äste froh und vergnügt.

Da standen die Bauern da, und sperrten dieSchnabel auf, und wußten nicht, wie daS Ding zu-gegangen; und der Klügste von den Dummen sagte,indem er bedenklich den hohlen Kopf schüttelte:DerHanSjörg muß mit dem Teufel einen Bund haben,wie könnte er sonst zu so vielem Reichthum kommen?"

5 .

Alhrrt, oder die Folgen des Änge.horsams.

Ein zehnjähriger Knabe, Namens Albert, warnie zufriedener, als wenn er aus seinem väterlichenHause entschlüpfen konnte; man mußte ihn sehen,wie er dann lief, wie er sprang; wenn es wo einenSteinhaufen gab, war er Hjr der Blitz oben aufder Spitze; er erkletterte die Mauern, übersetzte dieGräben, oder hing und schaukelte ttch an den Aestender Bäume. Ss war ein wahrer kleiner Böstwicht:auch hatten seine Kameraden, hie seinen Hang zumHerumstreichen wahrnahmen, ihm keinen passmdernNamen zu geben gewußt, als den:Albert der