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Nachdem Platter seine» Centner Hanfverarbeitet hatte, war auch seine Lehrzeit beendiget.Er nahm daher von seinem Seiler Urlaub, weildieser für ihn keine Arbeit mehr hatte, und wolltenach Gesellenbrauch auf die Wanderschaft gehen.Sein Weg gieng nach Basel, wo er bei einemrohen und unfreundlichen Meister in Arbeit trat,von dem alle Gesellen sagten, es gäbe am ganzenRheinstrom keinen gröbern und wildern Seiler,als Meister Hans Stähelin in Basel; daherauch keiner lang bei ihm in Arbeit stand. Abergerade dies hielt Platter für den We^ .bei ihmArbeit zu erlangen; nur war es fatal, " derunwissende Gesell kaum den Hanfbüschel aufyangen,und nur wenig drehen konnte. Der Meister, derdies bald merkte, fieng darüber an zu fluchen,„gang hin, sagte er, stich dem Meister die Augenaus, der dich gelehrt hat. Was soll ich mit dirthun, du kannst ja nichts? " Meister S t ä h e-lin wußte aber nicht, daß Platter nicht mehrals einen Centner Hanf verarbeitet hatte. Dieserlegte sich also auf's Bitten, und sagte, der Mei-ster sollte sich doch mit ihm gedulden, er könneihm etwas, oder nichts zum Lohne geben; er wolleihm treue Dienste leisten, und alle Dinge im