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Die Münzverbrechen in den kantonalen Strafgesetzgebungen der Schweiz : eine vergleichend-kritische Rechtsstudie / von Paul Gubser
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V orwort.

Im Laufe weniger Jahre hat sich in der Schweiz einUmschwung vollzogen, der für die Rechtsentwicklung der-selben von eminentester Bedeutung sein wird: immer mehrhat sich nämlich siegreich die Idee Bahn gebrochen, dasszur gedeihlichen Fortentwicklung unseres Landes, zumwahren Blühen von Industrie, Handel und Verkehr dieRechtseinheit absolut von Nöten sei. Manches ist denn auchin hartem Kampfe mit Mühe und Drangsal glücklich schonerstritten worden. Aber für die Freunde der Rechtseinheitgibt es noch lange weder Ruhe noch Rast, denn noch garvieles bleibt für sie zu erringen. Im Augenblicke nun ist esnamentlich die Unifizirung des Strafrechts, auf welche derenBestrebungen gerichtet sind. (Vgl. hierüber Bundesblatt 1890II. 875 ff.) Mögen diese Bestrebungen vom besten Erfolgegekrönt sein, so dass binnen kurzem an Stelle der 22 kan-tonalen Strafgesetze ein kraftvolles eidgenössisches tritt undsomit die nämliche Norm es 'ist, die uns sämmtlicheSchweizer bindet, die nämlichen-Strafsanctionen es sind, diefür uns alle Schweizer gelten und zur Anwendung zu kommenhaben!

Durchdrungen von der hohen Bedeutsamkeit und Trag-weite eines unificirten Strafrechts für die Schweiz und zu-gleich mir bewusst der hohen Zahl der Aufgaben, die ge-