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Urgeschichte der Schweiz / Jakob Heierli
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50
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Dasweidende Rentier, auf einen sogen. Kommandostab gezeichnet, gefunden im Kesslerloch bei Thaingen.

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Erstes Kapitel.

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ebenfalls ein Fingerzeig da-für, dass man mit dem Zeich-nen links anfing, also wahr-scheinlich mit der rechtenHand zeichnete.

Das weidende Rentiervon Thaingen ist trotz dereben besprochenen Fehlerals Musterleistung eines zeich-nenden Troglodyten zu be-trachten. Die Lebendigkeitder Darstellung, ihre Natur-treue, lassen es vergessen,dass der Zeichner mit Feuer-stein auf Rentierhorn ritzte.Die Kunst hat die Materieüberwunden.

Es kamen im Kesslerlochnoch mehrere andere Zeich-nungen vor. In der oberstenLage der schwarzen Kultur-schicht fand man gleich beiBeginn der Ausgrabungeneine Gravierung, die wohl denKopf eines Rens darstellen soll.

Aus 0,7 m Tiefe beimgrossen Pfeiler in der Höhle,stammt eine von Schenk imBeisein von Merk und Wepfgefundene Rentierstange miteinem Loch. Diese Stangeenthält drei Zeichnungen.Die best erhaltene derselbenstellt ein Pferd dar, das Kopfund Hals über jenes Lochstreckt. Die Mähne ist auf-wärts gerichtet, wie diesauch bei später gefundenenPferdezeichnungen konstatiertwurde. Während das Pferdauf unserer Stange nachlinks schaut, schreiten die