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Urgeschichte der Schweiz / Jakob Heierli
Entstehung
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51
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Die Eiszeit oder das Diluvium,

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anderen Tiere nach rechts. Die Köpfe sind nicht erhalten, wasdie Bestimmung der Tierspezies schwierig macht. Es mögen Ren-tiere sein.

Unmittelbar neben dieser mit Zeichnungen geschmückten Ren-tierstange, also auch an der Grenze zwischen der schwarzen undroten Kulturschicht, machte Schenk einen noch schöneren Fund:Es war eine ebenfalls durchlochte Stange mit der sehr gut aus-gefiihrten Zeichnung eines Pferdes (Wildesels?) oder F'üllens, zuwelch letzterer Deutung der unverhältnismässig kleine Kopf des"1 ieres Anlass gab. Unglücklicherweise zerbrach das Stück beimHerausnehmen, indes ist die Zeichnung wenig beschädigt. Diese

Fig. 28.

Zeichnung auf einem Kommandostab im Kesslerloch bei Thaingen .

Stange befindet sich jetzt im Naturhistorischen Museum Schaffhausen,^ie bei der von Heim entdeckten Rentierzeichnung befinden sichau ch hier die Hufe nicht auf derselben Seite der Stange, wie dasübrige Tier und sind ebenfalls nicht deutlich sichtbar. Der ganzeKörper des Tieres erscheint mit Haaren bedeckt. Die Mähne sträubtsich in die Höhe. Der Kopf ist im ganzen klein zu nennen. DieOhren sind aufgerichtet. Der Leib erscheint rund und voll, aberdoch elegant; der Schwanz erreicht nahezu den Boden. Auchdieses Tier ist in schreitender Bewegung gezeichnet und schaut nachre chts (Fig. 28).

Im mittlern Teil der Thainger Höhle fand sich in der schwarzenKulturschicht, ca. 1,2 m tief, ein Geweihstück mit der Zeichnungdes Hinterteils eines Schweins. Sie befindet sich jetzt im RosgartenZu Konstanz .

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