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Urgeschichte der Schweiz / Jakob Heierli
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Die Eiszeit oder das Diluvium.

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können, der Mensch wäre zur Zeit ihrer Bildung am Schweizers-bild wohnhaft gewesen, wohl aber mag er sich zeitweilig dort auf-gehalten haben.

Unter der schwarzen Kulturschicht folgte eine Lage von Ge-steinstrümmern, zwischen denen zahlreiche Reste von Nagetieren ge-funden wurden; dann folgte nach unten diegelbe Kulturschicht,in welcher, wieder vermengt mit Gesteinstrümmern, Tausende undAbertausende von bearbeiteten Feuersteinen lagen, Kernstücke, Ab-fälle, sowie viele Silexgeräte, ferner Knochen und Knochengeräte,Schmucksachen aus Gagat oder Pechkohle, aus durchlochtenMuscheln u. s. w. Das waren dieselben Spuren des Menschen, wiesie aus dem Kesslerloch bei Thaingen, oder aus der nahe demSchweizersbild gelegenen Höhle im Freudenthal bekannt geworden:Es waren die Spuren des diluvialen Rentierjägers.

In der gelben Kulturschicht fand man auch mehrere Feuer-stellen oder Herdplätze. Einer derselben ist vorsichtig heraus-genommen und im Schweizerischen Landesmuseum aufgestellt worden.Auch Arbeitsplätze, gekennzeichnet durch Steinplatten und Klopf-steine, sowie durch ringsum angehäufte Abfälle von Feuersteinen,wurden konstatiert und zwar sowohl in der gelben, als in derschwarzen Kulturschicht.

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Schwarze Kulturschicht

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Obere Nagetierschicht

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Gelbe Kulturschicht

Untere Nagetierschicht

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Alle bisher genannten Schichten sind stellenweise gestört;darum fand man in der obern Kulturschicht hier und da Gegen-stände, die aus der tiefer liegenden gelben oder paläolithischenSchicht stammten; ebenso Tierreste aus der Nagetierschicht undumgekehrt. Diese Schichtenstörung rührte her von Gräbern. Es