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Urgeschichte der Schweiz / Jakob Heierli
Entstehung
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Viertes Kapitel.

Die Eisenzeit.

Die moderne Kultur ist undenkbar ohne das Eisen. Selbst vielehalbzivilisierte Völker besitzen es. In den ältesten Kulturländernwar es schon vor Jahrtausenden bekannt.

Uralt ist die Eisenkultur in Afrika , besonders in Ägypten unddem Sudan . Dort findet sich das Rohmaterial in Form von Rasen-eisenerz fast überall, wie denn Eisenerze imschwarzen Erdteil über-haupt weit verbreitet sind. Die Verarbeitung derselben ist zwar aufprimitiver Stufe geblieben; dennoch wird ein gutes Eisen gewonnen.Unter den Djur und Bongo trifft man oft Eisenarbeiter, die Vorzüg-liches leisten.

Wie Lubbock berichtet, machen die Hottentotten an einemsteilen Abhange ein Loch, das zur Aufnahme von Erz bestimmt ist.Etwas weiter unten wird ein zweites, kleineres Loch gegraben, dasmit dem oberen durch einen engen Kanal in Verbindung steht.Nun entzündet man im Erzloch ein grosses Feuer, um die umgebendeErde zu erhitzen. Dann wird das Eisenerz in die Grube geschüttetund über demselben ein starkes Feuer unterhalten, bis schliesslichdas Eisen zu schmelzen beginnt und in das untere Loch hinab-rinnt. Sobald die Masse erkaltet ist, wird sie herausgenommen undin Stücke zerschlagen. Die formlosen Brocken werden dann ge-legentlich in der ebenfalls ganz primitiven Schmiede zu Waffen undGeräten verarbeitet.

An anderen Orten in Afrika wird eine Art kleiner Ofen ausIhon gebaut und in demselben abwechslungsweise je eine SchichtKohle und eine Schicht kleingeschlagenes Erz eingesetzt. Unten istder Ofen sehr eng; weiter oben erweitert er sich ansehnlich. Wenner gefüllt ist, macht man Feuer und der frische Luftzug, der durchden Ofen streicht, bringt die Kohlen bald zum Brennen. Die Hitze