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Urgeschichte der Schweiz / Jakob Heierli
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393
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Die Eisenzeit.

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auf 156159 cm berechnet. Der Bau der Femora und der Claviculaelässt auf ein weibliches Skelet schliessen. Wir haben also das Grabeiner 3040 Jahre alten und 156159 cm hohen Frau vor uns.Interessanterweise fand sich in diesem Grabe auch noch ein Wirbel-körper eines Säugetiers.

In La Tene wurden Reste von über 30 Personen aufgefunden.Schon im VI. Pfahlbaubericht konnte F. Keller Knochen von circasechs Individuen namhaft machen. Auch Desor hatte einen Schädelgefunden. Emile Vouga, der, wie Dr. Gross, eine Monographie überLa Tene geschrieben hat, fand eine bedeutende Anzahl von Schädelnund andern Skeletteilen. Ein Schädel zeigte auf dem Scheitel eineSchwertwunde, ein anderer eine Difformität. Leider sind von andernForschern unter den La Tene-Schädeln auch zwei beschrieben worden,die nicht in dieser Station gefunden wurden, sondern, wie Vougakonstatierte, aus Burgundionengräbern stammen, die in der Nähevon La Tene zum Vorschein gekommen waren.

Von zehn Schädeln aus La Tene, welche Virchow untersuchte,waren

5 brachycephal mit einem Index von 81,3

3 mesocephal 76,7

2 dolichocephal 70,7

10 Schädel. Mittlerer Index 77,8.

Bei 11 Skeletten konnte das Geschlecht bestimmt werden; dabeiergab sich, dass 8 männlichen Geschlechts waren. Gross macht inseinem Werke über La T£ne noch besonders aufmerksam auf dasungleiche Aussehen der La Tene-Schädel. Die kurzen und diemesocephalen Schädel haben im allgemeinen eine grauweisslicheFarbe; die Langschädel dagegen sind braun und glatt, wie diejenigenaus Pfahlbauten und Torfmooren. Es wäre, wie Gross bemerkt,möglich, dass dieser Umstand Altersunterschiede andeuten würde,dass z. B. die dolichocephalen Schädel aus dem alten torfigen Grunde,die andern aus den darüber lagernden Alluvionen ans Tageslichtgezogen worden wären.

D. Funde vorrömischer Münzen und Inschriften.

Die Urgeschichte oder Prähistorie hat die Aufgabe, die Kultureines Landes oder Volkes bis zu dessen Eintritt in die eigentlichhistorische Zeit zu beschreiben. Als Grenzmarke zwischen denbeiden eben genannten Epochen wird der Zeitpunkt betrachtet, daein Volk anfängt, seine Schicksale der Nachwelt durch die Schriftzu übermitteln, wo also die Schrift erfunden oder angenommen