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Einleitung. Kostümgestaltung im 12. und 13. Jahrhundert.
dal“) gefertigten Behang, der „Sendelbinde“ auszustatten, auch an Stelleder bisher hauptsächlich geführten langen Schilde bei weitem kleinereherzförmige oder dreieckige Wehren zu setzen und diese mit irgend einemSinnbilde oder dem Wappen des Eigners mehr oder minder reich zu ver-zieren (Fig. 13).
Fig. 13.
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Eine noch weitere Ausstattung indess, die jene Ausrüstung zur Folgehatte und welche vornämlich seit dem Schluss des zwölften Jahrhundertsin steigendem Grade allgemeine Verbreitung fand, bestand in einem überdie Rüstung anzulegenden Gewände, dem sogenannten Waffenhemd.Dasselbe, das seine Entstehung vermuthlich lediglich der Absicht ver-dankte, sowohl den Körper vor dem Einfluss der Sonne auf das Eisen zuschützen, als auch die kostbare Rüstung an sich vor Staub und Regenzu bewahren, entsprach im Ganzen dem gleichzeitig im gewöhnlichenVerkehr angewandten Ueberziehkleide, dem ermellosen „Schapperun nurdass es seinem Zwecke gemäss kürzer und, des Reitens wegen, vornund hinterwärts aufgeschlitzt ward (Fig. 14 a; vergl. Fig. 3 c). DiesesKleid nun, das man später auch skapulierartig gestaltete (Fig. 14b),