Das Geräth. Kirchengeräthe (Gefäese, Möbel).
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der Hostien, des Weihrauchs und des heiligen Oels, die fast durchwegin kugliger oder thurmähnlicher Gestalt in reicherer Weise behandelt
wurden (Fig. 25); sodann die
Fig. 24.
W,eih- und Sprengkessel theilsaus Elfenbein oder Metall in Formvon kleinen Henkeleimem mit rings-herum laufenden Bildnereien; dieRauchergefässe (thuribulum)in mannigfach wechselnder Durch-bildung von mehr oder minderkunstreich durchbrochen gearbei-teten Behältnissen, rund oder ar-chitekonisch gegliedert, mit dennöthigen Schwengketteu (Fig. 26),und schliesslich die grossen Tauf-wasserbehälter (pisdna), diesogenannten Taufsteine, die, gleich-viel ob von Stein oder Metall, vor-nämlich entweder nur baulichenSchmuck oder dazu noch Darstel-lungen zumeist in erhobener Ar-beit erhielten, welche sich auf dieTaufhandlung beziehen.
Nicht völlig so, wie mit den
Fig. 25.
Fig. 26.
Gefässen, verhielt es sichmit den Geräthschaf-tenzur Innenausstat-tung des kirchlichenRaums, mit den verschie-denen beweglichen und un-beweglichen Gegenstän-den, welche sich im Laufeder Zeit einerseits aus demkirchlichen Dienste, alsdahin gehörig, anderer-seits aus dem zunehmen-den Bedürfnis rein äus-serlicher Zweckmässigkeitzu festem Gebrauche er-geben hatten. Bei diesen Geräthen, nur mit Ausnahme des Beleuchtungsappa-rats — der nach wie vor in fast gleichmässiger Durchführung aus grossenStandleuchtern, kleinen Hand- oder Trageleuchtern und kronenförmigen
Weiss, Kostümkunde. III. o