rock, der im Grunde jedes noch fernere Ueberkleid entbehrlich machte(Fig. 41 b. c). Da dies Gewand seiner Weite wegen eine Gurtung erfor-derte, gewann mit ihm auch der Hüftgürtel seine eigentliche Bedeu-tung wieder, was sodann aber auch noch dadurch insbesondere gesteigertward, dass man jetzt auch den schon älteren Gebrauch, eine'Taschedaran zu tragen, abermals ganz allgemein aufnahm (Fig. 41 a. b. cj. DieseTaschen, in England „gipciere in Frankreich auch „aumoniers“genannt, bildeten fortan bei dieser Bekleidung einen wesentlichen Gegen-stand, dessen Gestaltung und Ausstattung man sich sehr angelegen seinliess, so dass allein deren Verfertignng eine eigene Körperschaft,‘die der
„housse“ gegen Ende dieses Jahr-
Fig. 42.
Gegenüber der Wandlung derhunderts, dabei sie sich im Grunde genommen dem Schnitt nach der„houppelande“ näherte, so dass man nun, wie besonders in Englandwährend dej; Herrschaft Bicliard JI. (seit 1377) mehrfach Klage darübererhob, dass die Männer gleich den Weibern erschie-nen, bewahrte die houppelande selbst ihre Form eineszumeist sehr langen weitfaltigen, vorn offenen Ermel-rocks unausgesetzt (Fig. 42; Fig. 41a. d). Die Ver-änderungen, die an ihr vorgingen, blieben haupt-sächlich auf die Ermel und die sonstige Ausstattungbeschränkt, wobei die letztere dann allerdings, daman allmälig dies Gewand mit Beseitigung der„housse“ zum vornehmsten Ueberkleid erhob, auchzugleich mit in Hinsicht des Wechsels sehr beträcht-lich gesteigert ward. Ungeachtet der Fülle des Stoffs,die man für dieses Gewand beanspruchte, pflegteman es in nicht seltenen Fällen von Seide und selbstvon Sammt herzustellen, es durch reiche Musterung,eingewirkt oder eingestickt, und durch Auswitterungund Besetzen mit kostbarem Pelzwerk äuszuzieren,es wohl gelegentlich auch noch durch Golds- undPerlstickerei zu bereichern, ein Schmuck, der nament-lich gegen den Schluss des Jahrhunderts sehr beliebtward. Bis zu dieser Zeit, wo dies Gewand eben weitereVerbreitung fand, schritt man auch dazu es noch zuverlängern und zwar nun gewöhnlich bis zu demMaasse, dass es am Boden, nachschleppte (Fig. 43a. b), und es, war es zum Reiten bestimmt, rücklingsdemgemäss aufzuschlitzen (Fig. 43 cj. Dazu nunwurden auch dessen Ermel zunehmend verlängert und erweitert, so dass’schliesslich auch sie nachschleppten, und ward es auch endlich noch gegen