242 !• Das Kostüm vom Beginn des 14. bis zum Beginn des 16. Jahrh.
vorn theils hoch hinaufgehende, theils völlig geschlossene Uebergewändermit kurzen Kragen in Anwendung, die man aber im fiebrigen, ganzähnlich wie jene üppigen Kleider, sehr verschieden ausstattete und soauch wie diese bald gürtete, bald durchaus ungegürtet beliess (Fig.112 a b). Demähnliche Röcke, jedoch vorn ihrer ganzen Länge nachoffen, kamen nun auch in der Eigenschaft von schaubenartigenUeberziehern ebenfalls in Aufnahme (Fig. 111 cj.
FUj. 112.
Von den mancherlei Formen von Er mein gab man allmälig nebenden langen und weiten Hängeermeln den engeranschliessenden den Vor-zug. Im Ganzen aber wechselte man jetzt alsbald in der Anwendungder Ermel überhaupt dahin ab, dass man damit entweder nur das obereoder das untere Kleid oder aber beide Kleider, und dann unterschiedlich,versah. Im ersteren Falle namentlich bediente man sich vorzugsweiseder langen enganliegenden Ermel (Fig. 110 ; Fig. 111 b. c; Fig. 113 c),doch auch noch zuweilen der zum Theil äusserst weiten Hängeermel inallen ihren schon üblichen Formen (Fig. 111 a; Fig. 112 b; Fig. 114 a.b).Das Aehnliche gilt für das untere Kleid. Hatte indessen dieses Ermel,so beliess man das obere einerseits gänzlich ermellos, gemeiniglich nurmit einem etwa handbreiten, bordirten Achselstücke (Fig. 111 a), andrer-seits stattete man es je nach der Beschaffenheit der Unterkleids-Ermel