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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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382
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382 L Das Kostüm vom Beginn des 14. bis zum Beginn des 16. Jahrli.

gehört insbesondere die Darstellung mehrerer Figuren mit Spuren einstigerBemalung (Fig. 164 a. b. c), die sogar, bei sondernder Betrachtung desEinzelnen, nicht ungeeignet ist, selbst den Gang solcher Ausgleichungzu veranschaulichen. Noch ausserdem aber lässt diese Darstellung, mvergleichendem Hinblick auf die noch bis in die jüngere Zeit und in densüdlicheren Gebieten noch gegenwärtig zum Theil übliche'volksthümlicheTracht dieser Stände, ziemlich unzweideutig erkennen, dass letztere, minde-stens der Grundform nach, fortdauernd die gleiche geblieben ist. So bestehtin Uebereinstimmung mit jenen Bildern, wie auch mit noch anderweitige 11bildlichen Zeugnissen aus jüngerer Zeit (Fig. 165), die noch heutigevolksthümliche Bekleidung der Männer vorzugsweise aus weiten Bein-kleidern von Seide, Tuch oder Leinwand, hochgehenden von buntemLeder zusammengesetzten Stiefeln, einem langen kaftanartigen Bock vonfarbiger Seide oder Tuch, um die Hüften vermittelst eines buntdurch-wirkten Shawls gegürtet, und einem ebenfalls langen vorn durchaus ge-öffneten Ueberrock, mit langen weiten Ermeln, gewöhnlich mit Pelz g c "

Fig. 167.

füttert und verbrämt; dazu entweder eine nicht selten mit \ angen a ^versehene, nur gesteppte Kappe, oder eine bald rundliche, balMütze 'von farbigem Tuch, ringsum mit Pelzwerk besetzt ( tg■