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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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414 L Das Kostüm vom Beginn des 14. bis zum Beginn des 16. Jahrh.

sie lernten mit immer grösserem Geschick das Metall durch Zusatz andererMetalle zu härten und, zur Beschaffung von runden Formen, auf eigenenDrehstühlen zu behandeln. Auch selbst die E i s e n s c h m i e d e wurden,bei der fortgesetzten Steigerung der auch an sie gestellten Ansprüche,allmälig zu einer Erweiterung ihrer Behandlungsweise gedrängt. Ihr alt*herkömmliches Verfahren, die Gegenstände aus dem Ganzen zu schmiedenund dann auszuarbeiten, reichte demgegenüber, zumal bei der jetzt all'gemeineren künstlerischen Geschmacksrichtung, nicht mehr aus. Somit»um dem zu genügen, gelangten sie denn alsbald dahin die verschiedenenVerzierungen, die sie zu verwenden gedachten, je für sich aus stärkerenoder dünneren Eisenplatten theils zu schneiden, theils über besondere(Kern-) Formen genau auszuhämmern und, je nach Bedürfniss, mit einemGerüst oder unter einander zusammenzuschweissen und zu vernieten. D aneben blieb man allerdings, so namentlich für grössere und minder 211sammengesetzte Arbeiten, bei dem früheren Verfahren unausgesetzt stehen»während dann aber das neue Verfahren, bei seiner Fortbildungsfähigket»durch immer kunstvollere Verwerthung auch zunehmend an. innereBedeutung gewann.

Die Steinbildncrei wurde in ihrer Entfaltung noch fortdauernwesentlich durch die des kunstbaulichen Betriebs bestimmt, und erreicht®demnach, ziemlich gleichmässig mit diesem, sowohl überhaupt als » llCinsbesondere in der Beschaffung der theils damit eng zusammenhängend ® 11geräthlichen Dinge, die glänzendste Durchbildung.

Inwieweit man nun etwa auch in der Töpferarbeit, als einem d® rausgebreitetsten Zweige der Gefässbildnerei, mehrere Fortschritte macht®»lässt sich bei dem Mangel von bestimmteren Nachrichten gerade darüh® rnicht wohl sagen. Vermuthlich allein mit Ausnahme von Spanien , "dieser Betrieb seitens der Mauren von vornherein auch eine hoher®»künstlerische Behandlung erfuhr und darin auch wohl weitergeföroward, dürfte man sich innerhalb desselben noch unausgesetzt in der d"für einmal altherkömmlichen, rein handwerklichen Weise fortbewegt habe"Dort verstand man es seit Alters, wie mehrere derartige Alterthümer hezeugen, den Thon verschiedenartigst zu formen, zu den mannigfaltig 51 ®"selbst schwierigsten Zierden zu gestalten, äusserst dauerhaft zu brenn®"farbig zu glasiren und zu vergolden; in den westlicheren Ländern

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gegen^ m Frankreich , England, Deutschland und, wie es scheint, so,auch in Italien (vielleicht nur mit Ausschluss von Sizilien ) währte e 5noe bis wert über den Schluss des vierzehnten Jahrhunderts hinaus, h' äkeff ^ h,Cr ZU e nei dem alIch 1Ulr ann öhernd ähnlichen Kunstfertig'leisten anSt6 AÜCS WaS man daselbst bis dahin »r diesem Zweige z »in Form erm " cb ^ e beschränkte sich noch fast lediglich auf durchgangunc Verzierung ziemlich einfache Gebrauchsgeschirre. r/ " ;

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