B. Gerütli. Abendland im Allgcm. Gewerke (Metallarbeit 1300—1400). 413
künstlerischen Durchbildung beitrugen. Die Gebläse wurden verbessert,das Handwerksgeräth zweckmässig vervielfältigt, und wohl namentlichsuch die Formerei durch Anwendung von neuen Mitteln zur Herstellunglind Festigung, so wie auch zur Vervielfältigung der Formen, im Ganzenuud Einzelnen nachhaltig gefördert. — Die Kupferschmiede fuhrensich vorzugsweise in der Beschaffung von Gefässen zu •bethätigen,dabei sie sich, als auch in den von ihnen noch sonst zu beschaffendenGeräthen, hinsichtlich der Gestaltungsweise zunehmend schwierigere Auf-gaben stellten und diese, mit steter Berücksichtigung des Zwecks, immerkünstgemässcr zu lösen suchten. Ihre Hauptthätigkeit allerdings bestandUach wie vor in der Beschaffung von nur einfacheren Gebrauchs-S e fässen, doch wurden nun auch diese davon berührt, indem man sie
^® ni gstens durch einzelne, wenn auch nur rohere Verzierungen, schmückte.e >n nur bei jener Art von Gefässchen, welche, auch häufiger aus Bronze*° SSen , in der Gestalt von' oft wunderlich zusammengesetzten ThierenWieb^ SC * t dem e ^ ten Jahrhundert hauptsächlich Deutschland lieferte,jj.. * au daselbst, und wie es scheint vorzugsweise in Augsburg undrn berg , bei den dafür einmal althergebrachten seltsamen Formen fort-ste ken (S. 32). Ueberhaupt aber zeichneten sich gerade in dera üs ^ eses Betriebs die deutschen Grossstädte vor allen anderen
Sch ’ übertrafen darin zunächst selbst noch die flandrischen Städte, ob-Gr a 3UC ^ s ' e üarin schon seit länger Treffliches leisteten, in einemden V S ° ^ aSS man V ° n d en Erzeugnissen der Art überall den deutschen s ich ° rzu ^ bewahrte. — Innerhalb der Bronzegiesserei wandte mander Herstellung von Grabplatten, zumeist mit vertieftem bild-^ Schmuck u. s. w., und von bald kleineren, bald grösseren Kirchen -jyr ll ,en > als Leuchtern, Lesepulten, Taufbecken u. dergl., in steigendem^ SSe ^ 6r Beschaffung von ausserkirchlichen Gcräthschaften zu. Imq. ' 1 uss a >i die Formen jener Geräthe begann man nun demähnliches el • e " Stan, ' C u "d selbst „Möbel" im engeren Sinne, wie insbesondere ver-ind e Cne ®lähle, auch für den rein häuslichen Bedarf herzustellen. HierinSe | * Sen obig Frankreich voran, von da aus sich ein solcher Ge-aüsdel^ mut BHiaasslicli zuvörderst nach England und nach Deutschlandklan^ ' ntC ’ ’"’ oselij st er jedoch, allem Anscheine nach, nur geringen An-Lll s ? fan<i; ln °l lr wohl noch in Italien und Spanien , dahin er sich gleich-Einfl Ver})reitete ’ da llier die Metallarbeit überhaupt, in Folge orientalischend'iiist; USSeS ’ ljereits seit Alters sehr beliebt war und nach den versehie-, ln -Dichtungen hin mit vieler Umsicht ausgeiibt ward. — Unter denIh re jj| CSSern zeichneten sich wiederum vor allem die deutschen aus.w° s j e a | , l > Gverksfätten blieben nach wie vor Augsburg und Nürnberg ,Tri„]J 1 lron ^begründeten Ruf vornämlich in Verfertigung von Speise-,u,1 d Kuchen-Geschirren nunmehr noch dadurch erweiterten, dass