B, Geräth. Abendland im Allgem. Kirchenger. (Gefässe 1300 1400). 417
solche in der Baukunst als Bekrönung von Spitzen beliebt waren ( Fig.782 d), und gab den Füssen häufiger die Form von mehrfach rundlichausgeschnittenen architektonisch gegliederten Rosetten.
Fig. 182-
Demgegenüber gewann diese Verzierungsform aber jetzt bei allensonstigen Gelassen, die sich nur irgend dafür eigneten, auch diew eiteste Ausdehnung. Und zählten dazu, nunmehr jedoch ganz besonders,
^chst den Kelchen und den mancherlei Arten von Büchsen, dieKaueli-
— j ornsse Zahl von Reliquie n-
chst den Kelchen und den manencriei mim *■-.- ,
f äss er , die Monstranzen und eine grosse Zahl von Reliquien-
kehältern. — , , .
Die Kelche pflegte man im Ganzen noch schlanker zu behandeln,lllre schon zumeist halbeiförmig gebildete Küpe nach unten hm noc^er zusammenzuziehen. Sie selber beliess man zunächst noch, wenig-es zum grösseren Theil, ohne erhobenen, bildnerischen Schmuck. Solcher'^«b auch fernerhin wesentlich auf den Fuss beschränkt. Ohne re«aflir bereits üblichen Formen gerade aufzugeben, gestaltete man en-«elben doch jetzt unterhalb (im Grundriss), anstatt kreisrund, durchgängiger,* hnl >ch wie die Füsse der Kannen, sehr verschieden rosettenfonmg mdementsprechend mehrflächig aufsteigender Verjüngung; die ac ennach innen geschweift und bis zu dem Mittelknauf hm mcht seltendichte Stabverzierungen oder, auch wohl in Verladung daun ,Jdrch einzelne geometrische Figuren in baulicher V eise ausgestattet.De *gemäss wurde nun auch der Knauf und der obere Thal des Fusses; erzie rt. Jenen bildete man zwar „och fast durchweg rund, kugel- oder
unsenförmig, mit ringsumlaufenden mehr oder minder erhobenen kanhgenFladungen , doch behandelte man ihn fortan immer seltener als einen
” eiss . Kostumkunde. IH. 27