434 I- Das KostUm vom Beginn des 14. bis zum Beginn des 16. Jahrli.
auch hierbei keineswegs an noch anderweitigem Schmucke fehlen. Nichtallein, dass man die Fiisse zum Theil in durchbrochenem Maass- unStabwerk miteinander verband, auch wohl mit freiabstehendem Blätter-und Hanken werk ausstattete, fügte man ihnen gelegentlich auch unter-halb oder zwischendurch Figuren von Menschen und Thieren, vereinzeltoder zu ganzen Gruppen geordnet, hinzu. Ueberhaupt aber wusste ® anauch diese Geräthe auf das Verschiedenste und Ueberraschendste zu g estalten und ihnen, zugleich durch Mitverwendung von Email, Edelsteinenund Perlen, ein ebenso reiches als künstlerisches Gepräge zu geben.
Die zur Aufnahme und Aufstellung von festeren Speisen, von Fleisch)
Fisch u. dergl., benutzten „plats“ und „escuelles“ waren cinestheils wirk
liehe Platten, höchstens mit leicht erhobenen Rändern, anderntheils gliche 11
sie Schüsseln, Näpfen und, so hauptsächlich die escuelles , den heutige 0
Tellern. Ihre Verschiedenheit untereinander bestand somit wesentlich 111
einem Wechsel ihres Umfanges in der Breite und Tiefe, und darin, ^ aB "
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man sie bald rund, bald oval, bald auch eckig gestaltete und längsSeiten entweder einfach beliess oder (vornämlich die grösseren Pl attmit Handhaben, zumeist wohl in Form von „Oehren“, ausstattctc.noch sonstige Beschaffenheit erhellt aus folgenden Angaben: (um 1" J„drei Dutzend grosse plats von Gold, ganz glatt und gleichgestalt 1 ? '„sechs grosse plats von vergoldetem Silber, zur Auftracht von Fle lsC 'je längs dem Rande mit vier Lilien ( fleurs de lys) u , und „vicrundzwa»*^plats von vergoldetem Silber, zu Früchten, an den Rändern ciseh rt '(um 1380) „ein Dutzend escuelles von Silber, vergoldet.“ Kleine Pl anannte man auch „platelets “. —
Von den zur Aufstellung von Getränken üblichen Gefässen w® .die „aiguieres“ und die „ydres“ ausschliesslich für Wasser, die ’die „justes“ und die „flacons “, obschon gelegentlich ebenfalls dafür, ahauptsächlich für Wein benutzt. Ausserdem hatte man zu letzteZweck auch sogenannte „ fioles“ und „bouteilles “. Sie sämmtlich '"' eselten wesentlich in allerdings sehr unterschiedlichen Formen von Kan 1Krügen, Kruken und Flaschen, bald mit, bald ohne Deckel, zuweilen^die Flaschen, auch nur mit einem Stöpsel versehen, theils mit ei ^oder zwei Henkeln, theils henkellos; erhielten indessen auch nicht s ^die Gestalt von Thieren u. A. m. Man fertigte sie ohne Ausnahme 1die „bouteilles “) von Metall, von Silber, Silber vergoldet, selbstGold, und schmückte sie gelegentlich nicht minder, als die übrig eI1 ^^ r _räthe, mit Eingravirungcn, Email, Steinen und Perlen. In denzeichnissen finden sich, ausser zahlreich anderweitigen Erwähnungenartiger Geschirre von einfacherer Durchbildung, (um 1353) zweivon denen die eine „einen Mann mit einer Schlange“, die andere » el
Mann auf einem Hahn sitzend“, darstellt, beide vergoldet und em al
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