B- Geräth. Abendland im Allgem. Hausger. (Tafelgeschirr 1300—1400). 435
(um 1363 ) „eine runde „aiguiere“, vergoldet und emaillirt, an den Henkelnden Wappen von Frankreich und Navarra “; (um 1379) mehrere»uiguieres“, je in Gestalt eines Thierkopfes, eines Hahns, Hirsches u. dergh;(um 1380) „zwei „ydres“ von Gold, daran in der Mitte ein LöwenkopfÜI m an jeder Seite ein wilder Mann, welcher den Henkel hält, am Fussen< J inmitten mit emaillirten Bildchen“, und „eine ydre von glattem0 de, zum Verschliessen, mit zwei erhobenen flcurs de lys (Lilien) inmaillen“; (um 1363) „ein pot, gerundet, vergoldet, in erhobener Arbeit;
0 st einem Henkel mit emaillirten Wappen von Frankreich “; (um 1380)e rere «grosse pots von Silber, vergoldet und emaillirt“, davon einige»emaillirt & chauves sourris“ , andere „ciselirt, vierseitig, lang und ge-^ ; (um 1363) „zwei flacons von Gold mit zwei emaillirten Wappen
es Herzogs der Normandie “; (um 1380) „zwei grosse flacons, durchausetü ail]i r t mit zwei schlangenförmigen Henkeln, fein in cyprischem Silbera usgefülirt“, und noch „zwei grosse flacons in Gestalt von Muscheln,* e st zwei emaillirten Delphinen auf beiden Seiten“; (um 1396) „einedi 6 V ° n zu Hosenwasser, auf einer grün emaillirten Platte, auf
ser zwei Wölfe und inmitten der fiole zveei mit vierundzwanzig Perlen•ugsum besetzte Spiegel“; (um 1328) „zwei bouteilles von emaillirtemcr ! (um 1379) „zwei andere bouteilles in Email mit silbernene ßkeln“; ( um 1363) „zwei grosse justes von feinem Golde“; (um. 1380)l ere „runde justes von Gold“ und „grosse justes von blankem Silber“,Y 01 Theil mit erhobenen, emaillirten Wappen von Frankreich u. s. w.diesen Gelassen insgesammt scheint man hauptsächlich die justes.. die »bouteilles “, wenn auch im Einzelnen reich verziert, doch durch-n giger von einfacherer Grundform beliebt zu haben. Den umfang-1( ( leren Behältern pflegte man zuweilen, ähnlich wie den Fontainen,e *ch mehrere Trinkgefässe beizugeben, indem man das Ganze auf einera oder in sonstiger Weise geschickt zusammenordnete. —
^ Die Flüssigkeitsmaasse, die „chopines“ (Schoppen, Nössel),ö ° »partes“ (Viertel) und die „pintes“ (Pinten, Kannen), waren wohlc 1 Zeit und Ort von verschiedenem Gehalt. Durchschnittlich etwa^gen zwei Pinten auf ein Viertel und zwei Schoppen $uf eine Pinte,sie Ct ^ re ®' ormen lässt sich nichts Näheres bestimmen; doch dürftenh V» lnut ^masslich den von Kannen und Bechern zumeist entsprochenau ^ ^ us den Angaben darüber erhellt indessen' so viel, dass manse lf en als kostbare Schaustücke behandelte und die Quarten V e . , inten insbesondere mehrfach mit den „aiguieres“ verband. In dendet Ze ' C ^ n * sseu kommen*vor (um 1380) „eine grosse chopine von vergol-ürit; 6111 > der biberon (Ausguss oder Dülle) in Gestalt eines Kopfes
»ei]]' VC ^ Sßöffnetem Munde, das andere in der einer Frau“; (um 1363)16 Ver goldete und grün (ä oiseles ) emaillirte quarte sammt dement-