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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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435
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B- Geräth. Abendland im Allgem. Hausger. (Tafelgeschirr 13001400). 435

(um 1363 )eine rundeaiguiere, vergoldet und emaillirt, an den Henkelnden Wappen von Frankreich und Navarra ; (um 1379) mehrere»uiguieres, je in Gestalt eines Thierkopfes, eines Hahns, Hirsches u. dergh;(um 1380)zweiydres von Gold, daran in der Mitte ein LöwenkopfÜI m an jeder Seite ein wilder Mann, welcher den Henkel hält, am Fussen< J inmitten mit emaillirten Bildchen, undeine ydre von glattem0 de, zum Verschliessen, mit zwei erhobenen flcurs de lys (Lilien) inmaillen; (um 1363)ein pot, gerundet, vergoldet, in erhobener Arbeit;

0 st einem Henkel mit emaillirten Wappen von Frankreich ; (um 1380)e rere «grosse pots von Silber, vergoldet und emaillirt, davon einige»emaillirt & chauves sourris , andereciselirt, vierseitig, lang und ge-^ ; (um 1363)zwei flacons von Gold mit zwei emaillirten Wappen

es Herzogs der Normandie ; (um 1380)zwei grosse flacons, durchausetü ail]i r t mit zwei schlangenförmigen Henkeln, fein in cyprischem Silbera usgefülirt, und nochzwei grosse flacons in Gestalt von Muscheln,* e st zwei emaillirten Delphinen auf beiden Seiten; (um 1396)einedi 6 V ° n zu Hosenwasser, auf einer grün emaillirten Platte, auf

ser zwei Wölfe und inmitten der fiole zveei mit vierundzwanzig Perlenugsum besetzte Spiegel; (um 1328)zwei bouteilles von emaillirtemcr ! (um 1379)zwei andere bouteilles in Email mit silbernene ßkeln; ( um 1363)zwei grosse justes von feinem Golde; (um. 1380)l ererunde justes von Gold undgrosse justes von blankem Silber,Y 01 Theil mit erhobenen, emaillirten Wappen von Frankreich u. s. w.diesen Gelassen insgesammt scheint man hauptsächlich die justes.. die »bouteilles , wenn auch im Einzelnen reich verziert, doch durch-n giger von einfacherer Grundform beliebt zu haben. Den umfang-1( ( leren Behältern pflegte man zuweilen, ähnlich wie den Fontainen,e *ch mehrere Trinkgefässe beizugeben, indem man das Ganze auf einera oder in sonstiger Weise geschickt zusammenordnete.

^ Die Flüssigkeitsmaasse, diechopines (Schoppen, Nössel),ö ° »partes (Viertel) und diepintes (Pinten, Kannen), waren wohlc 1 Zeit und Ort von verschiedenem Gehalt. Durchschnittlich etwa^gen zwei Pinten auf ein Viertel und zwei Schoppen $uf eine Pinte,sie Ct ^ re ®' ormen lässt sich nichts Näheres bestimmen; doch dürftenh V» lnut ^masslich den von Kannen und Bechern zumeist entsprochenau ^ ^ us den Angaben darüber erhellt indessen' so viel, dass manse lf en als kostbare Schaustücke behandelte und die Quarten V e . , inten insbesondere mehrfach mit denaiguieres verband. In dendet Ze ' C ^ n * sseu kommen*vor (um 1380)eine grosse chopine von vergol-ürit; 6111 > der biberon (Ausguss oder Dülle) in Gestalt eines Kopfes

»ei]]' VC ^ Sßöffnetem Munde, das andere in der einer Frau; (um 1363)16 Ver goldete und grün (ä oiseles ) emaillirte quarte sammt dement-