438 I* D a8 Kostüm vom Beginn des 14. bis zum Beginn des 16. Jahrh.
schiedenem Inhalte“; „ein grosses drageoir von vergoldetem Silber, dieSchale und pate rosettenförmig, am Rande mit französischen Wappen,die Schale mit einer runden Email und der Knauf des Fusses mit achtkleinen runden französischen Emaillen verziert“, und „ein ebensolchesdrageoir, jedoch innen und aussen mit der emaillirten Darstellung einesTurniers zwischen Herren und Damen und einem in erhobener Arbeitbaulich geschmückten Knauf“; (um 1328) „ein kleiner pot a yeau vonvergoldetem Silber“; (um 1353) „ein pot a yeau von Krystall“, ein pota yeau in Gestalt eines Löwen, auf dem ein in einem Mantel einge-hülJter Mann reitet“, und (um 1372) „ein pot a yeau von Silber, halbin Art einer Schlange, halb in der eines Menschen emaillirt“; (um 1363)„ein bacin ä barbier (Barbierbecken) von glattem Silber, am Rande mitkleinen silbernen Buckeln bestreut“; (um 1379) „ein bacin ä barbier vonvergoldetem Silber, am Rande Lilien (fleurs de lys) ciselirt, mit rundemHenkel“; (um 1363) „zwei bacins ä laver (Waschbecken), ausserhalb ver-goldet, auf dem Boden mit emaillirten Wappen“; (um 1379) „zwei ba-cins von Gold zum Waschen der Hände, inmitten eine rosettenförmig®Email und auf dem Rande mit kleinen Wappenschildchen von Frank reich besäet“, und „ein grosses bacin von vergoldetem Silber, längs demRande ciselirt, das bei besonderen Festlichkeiten auf einen eiserne 11F uss gestellt wird, innerhalb mit einer emaillirten Rosette, welche wiederumeine emaillirte Darstellung eines Löwen mit einer Dame umschlicsst, mitzwei Handhaben versehen.“ Noch sonst unterschied man, je nach demZweck, bacins zum Waschen während der Tafel, zum Waschen desKopk’zum Ausschöpfen, zur Aufstellung von Lampen u. A. m. —
Bei den Löffeln („ cuillers “), Messern („cousteaux, cousicl, coutel )und Gabeln („furchestcs, fourchettes“) endlich, sah man sich in B e "treff einer verzierenden Ausstattung fast lediglich auf die Handgriffe ver-wiesen , dazu allerdings die Löffel, zur Herstellung ihres Gefässes, d< eVerwendung irgend eines kostbaren Stoffs, als Elfenbein, Krystall u. dergLund die Klingen der Messer leichte Eingravirungen und Vergoldung zU ”Hessen . Ueberhaupt aber wurden die Klingen der Messern und Gabel 0nach wie vor durchgängig von Eisen oder Stahl, und die der Gabel 11ausschliesslich zweizinkig, gefertigt. In den Invcntarien werden gemeini?lieh die Löffeln mit den Gabeln zusammen erwähnt: (um 1313) !>& rC )furchestes von Silber zum Verspeisen von Birnen“; (um 1316) „ zl ' eldurchbrochene cuilliers für die Kiiehe“; (um 1328) „vier kleine cuilH e * svon Krystall, fünf kleine Spiesse (broches') von Korallen und zwei Gabeln ,(um 1363) „eine cuiller von Gold und eine fourchctte, an den Endenbeider zwei Saphire“; (um 1372) „eine durchbrochene cuilliere von Silbe®mit hölzernem Griff“; (um 1380) „eine cuillier und eine fourchctte vonGold, besetzt mit zwei Rubinen und zehn Perlen“, und (um 1389) „ zv,el