B. Gerätli. Abendland im Allgem. Ilausger. (Tafelgeschirr 1300— 1400). 437
atl ^em unteren (spitzigeren) Ende einen den Klauen entsprechenden Kopf'° n e dlem Metall, zuweilen ernaillirt und mit Steinen besetzt. Von den
all
gemeiner gebräuchlichen Arten, die einzelne vornehme Herren oft in® e hr bedeutender Anzahl, bis zu vierzig Stück und darüber besassen, und
die
^ßrden unter vielen von ähnlicher Beschaffenheit erwähnt: (um 1380)»ßnie alte coupe, bcdeckelt, übersäet mit kleinen erhobenen Schlangen'"id kleinen rautenförmigen Emaillen“, und „eine andere coupe, ausser-
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mit emaillirten Darstellungen wilder Thiere, innerhalb ciselirt“; (um
^3) ein hanap von Gold in Weise einer tasse, umfasst von einem mitbilden Thieren und Vögeln bebilderten Beschläge, innen und aussener Qaillirt“; (um 1363) „ein hanap mit Deckel, vergoldet und ernaillirt,ll 'it einem von drei Hennen gebildeten Fuss“; (um 1372) „ein hanapv on Vergoldetem Silber nebst Deckel, darauf in Email die Geschichtees heiligen Ludwig, mit dreifussförmiger Stütze in Art dreier geflügelterklangen“, und (um 1380) „ein hanap von Gold, glatt, mit Deckel, auf^inem Grunde eine grosse Email und auf dem Deckel die Wappen von‘‘änkreich nebst emaillirten Köpfen des Königs und der Königin, darunter^•haillirtes Schnörkelwerk, bestehend aus französischen Lilien und den
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der
staben KK“; (um 1352) „ein gobelet von Gold in Gestalt einer°une von drei Hunden getragen“ ; (um 1353) „zwei gobelets von Krystall,er eine ohne Deckel mit einem silbernen, vergoldeten Fuss, der andereIlc Fuss und Deckel mit einem Boden und (Trink-) Rande von ver-ödetem Silber“, und (um 1380) „ein gobelet, kelchförmig, ä Croissant ö einander gegenüberliegenden Henkeln, auf dem Boden mit einemw eiss emaillirten Adler, ringsherum besetzt mit Rubinen, Saphiren undgrossen Perlen“; (um 1380) „eine lasse von Gold, glatt, mit einem sehrgellen Deckel, darauf ein aus sechs Würfeln zusammengesetztes (durch-r ° c henes) goldenes Knöpfchen, innerhalb in Email ein besterntes W appen011 Frankreich“, und „vier kleine tassettes von Gold, jede mit zwei^ e ukeln, davon jeder Henkel die Gestalt einer Dame hat, mit zweidhnchen in der Hand und zwei Drachen zu beiden Seiten.“ —
( Ausser allen diesen eigentlichen Tafel- oder Speisegeräthen besassnächst den ebenfalls noch dahin gehörenden Löffeln, Messern undg a Ön, als zugleich für den privatlichen Zimmergebrauch mitbestimmt,°® ena nnte „drageoirs“, mannigfach verschiedene „pots a yaue“ (Wasser-»efasse) und Jj a(: i ns “ (Becken). Erstem dienten zur Aufstellung vonlj Uc ^ erw erk, Früchten und sonstigen derartigen Dingen, letztere Vorzug-j * 1 Zur Toilette. Auch sie pflegte man häufiger von besonderer Kost-u 'keit z U beschaffen: (um 1363) „ein drageoir von Gold nebst zweiv ° ^ enen Löffeln zum Herausnehmen“; (um 1380) „ein drageoir voner goldetem Silber, auf dem Rande mehrere Bilder in Email von ver-