B. Geriith. Abendland im Allgem. Hausger. (Möbel 1300—1400). 451
Spiegel mit zwei Fiissen von Elfenbein, der eine grösser als der andere“;»zwei Spiegel von Stahl, der grössere von Kupfer eingefasst und rück-1v “rts damit bedeckt, der andere auf einem Ilolzgestell stehend“; und» em kleiner Spiegel von Silber, längs den Rändern und rücklings email-^ rt ! getragen von zwei Kindern in Mäntelchen und langen Kappen, dieseBlümchen in Email bedeckt, stehend auf einem Plättchen mit einer^laske nebst zwei Füssen , darunter eine gesimsartige Platte mit email-lier Darstellung einer Hirschjagd.“ — Abgesehen von noch sonst hier-' er gehörigen Einzclgeräthen, wie etwa den Schreibezeugen und denZUr Feuerung nothwendigen eisernen Hacken, Zangen und grösserentos tähnlichcn Böcken der Kamine zum Auflegen der Holzscheite u. dergl.,' Vas Alles in reicheren Haushaltungen gleichfalls seinen Schmuck erhielt,Wurden in solchen jetzt allmälig auch kleine metallene Glocken zum^hellen der Dienerschaft, und neben den bereits bestehenden Sand- undWasseruhren, etwa um den Schluss des Jahrhunderts, grössere Wand-l, hrcn mit einer Art von Räderwerk üblich. Diese Uhren indessen," , °1‘1 sicher von nur ziemlich einfachem Mechanismus, zählten auch nochlrtl fünfzehnten Jahrhundert zu den selteneren Gegenständen. Sie dürftenw Form nach im Ganzen den noch gegenwärtig beim Landvolk ge-'auchlichen Schlag- und Gewichtsuhren entsprochen haben, nur dass1,1:111 sie noch bis gegen Ende dieses Zeitraums ohne Pendel beliessUn, f nur mit einem Stundenzeiger versah. Die Glocken fertigte manRunter von Silber und selbst von Gold in zierlichster Durchbildung.
er artige Glocken werden ebenfalls mehrfach erwähnt; so unter anderem, 1380 und 1399) „ein Glöckchen von Gold mit eingravirten Bildern
Jn< l einem Griff in Gestalt ztveier Engel, welche eine bekrönte Liliehalten.«
, Gleichzeitig mit der zunehmenden Erweiterung der Wohnräumej als besondere Schutzmittel gegen die Zugluft, grosse Flügel-a,1< fe auf, dazu bestimmt, vor die noch zumeist nur durch Teppiche^•Längten Thüren, und auch, bei geöffneten Fenstern, vor diese gestelltals " Crc ^ c n i ebenso auch bediente man sich ihrer, zum Abhalten der Hitze,Ip)^ ° räa tze vor den geheizten Kaminen. Es waren entweder hölzerner f U f llle s f ar f <em Teppichzeuge bespannt oder, jedoch ikinder häufig,ein durchweg von Holz; in jedem Falle in Stoff und Holzwerk der
.yjaammtausstattung ^ er Räumlichkeiten gemäss, dafür man sie verwandte,
... 11 Gin nlichst schmuckvoller Beschaffenheit. — Die Zimmer wände
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en nach wie vor ganz oder doch zum grösseren Tlieil mit Teppichen. j>ang cn , die man jetzt noch immer allgemeiner von reichster Bunt-
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r äth^n Prunkvoll sich das Zimmergeriith im Verein mit den anderen ge-Sc aftli c ] ien Dingen nach Zahl und Beschaffenheit unter den Grossen