B' Geräth. Abendland im Allgem. Hausger. (Möbel 1400—15
1500J. 489
V’ähnt,
das sicli (um 1416) unter den Schützen des Herzogs von Bern befand. Dies Schreibzeug, in Form einer Platte von vergoldetem Silberund oberhalb durchaus gravirt, enthielt ein kleines Messer mit silbernemeniaillirtem Griff, ein kleines silbernes emaillirtes Maass („moettes “),eine silberne Scheere, eine kleine silberne Waage, eine Feder undein kleines ,,poix avecques une boeste ( ?boesse: Bürste, Dintenwischer)Om sont les poix ä poiser“ und einen Feuer stahl, mit Silber besetzt.
Schliesslich kamen zu dem fortdauernd steigenden Aufwande mitkostbaren gewirkten und gestickten Wand- und Fussteppichen, na-mentlich im späteren Verlauf des Jahrhunderts, wenn auch immer vorerstnoch sparsam doch als zunehmend beliebter V andschmuck, nächst kleinenSpiegeln von Glas und künstlichen Schlaguhren (S. 459), auf Holzgemalte sogenannte Tafelbilder sehr verschiedenen, auch weltlichenInhalts (Portraitdarstellungen u. a.) hinzu, dabei denn zugleich die dafürangewandten Umrahmungen wiederum auch ihre eigene, zumeist höchst
sc hmuckvolle Durchbildung in Schnitzarbeit, Vergoldung u. deigl.fuhren.
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Und • * 6S ^ eS ' Jetra ^ j e( foch wesentlich nur das Geräth der vornehmstenKlass'e 1 ^ 8 ^ 6 ^ 01 ^ 11 pfände- Demgegenüber verblieb das der mittlerendürft' n ’ WlC <les Bürgerstandes überhaupt, stets ziemlich einfach undZimttf' .^' c ^ s b es toweniger aber gewann auch deren geräthschaftlicheUoch ? reiI11 * c btung, und eben auch mit in Folge des unter jenen StändenVerl : ., min:ier abgemeiner werdenden wohnräumlichen Prunkes, mindestensdie , a . n ' ssm ässig an Fülle, Bequemlichkeit und Schmuck. Vermochtens ° t »erheben Klassen 1 es den Vornehmen auch nicht gleich zu thuu,Ia ^ Je ’ ihnen jetzt wenigstens das Bestreben diesen auch hierin ähn-Vor Z ^, Scheinen in stets höherem Grade und weiterem Umfange her-n och 1 * r ^ leres Genügen verlor sich allmälig, und was ihnen etwahatte ° r Jahren als ein verschwenderischer Ueberfluss gegolten
mejjj.’ W ' Ur d° von ihnen nunmehr nicht bloss als wünschenswerth, viel-altherh-" C ° n ®‘ cw °i |n hcitsmässig als nothwendiger Bedarf erachtet: dasdene r .,. mn d' c lie Mobiliar wurde durch anderweitige Möbel, als verscliie-s °gar t, 1SC ^ e ’ ^fhhle, Bänke, Schränke, Lesepulte u. A. m., zum Theiljetzt 1 Ct ' rac ^ t bch vermehrt, und überdies im Ganzen und Einzelnen dems *ch t j! errsc ^ ien den, üppigeren Geschmacke gemäss beschafft. Es erstreckteHoch t, eS * S au ^ d* e schweren Bankkästen längs den Wänden, die manman J laus gosetzt beibehielt, und bis auf die Wandbekleidungen, dazudieilg ip U e ^ en falls, ähnlich wie die Vornehmen, theils Holztafelwerk,tevten n Ungete PP ic be verwendete. Auch die nicht einmal reicher Begü-nicht m . ac itcn bereits zu Ende des Jahrhunderts nach dieser Seite hinschon p C ^ ^ ns P r üche, so dass gelegentlich selbst deren Einrichtungltl ^ e P r üge von Ueberfluss und Wohlhäbigkeit zeigte (Fig. 202).