B. Geriith. Abendland im Allgem. Spielgeräthe (1300—1500). 491
'' urden in allen Kreisen unausgesetzt mit ungemeiner Vorliebe, oft genugzur Leidenschaft betrieben. In Paris bestand bereits seit dem drei-e nten Jahrhundert eine eigene Handwerkszunft unter dem Namen der” eycier“, der „Würfler“ (Wiirfelmacher), welche zugleich die Schach--Piele und die zu den anderweitigen Brettspielen erforderlichen Tafelnund Versetzsteine („marelles; xnarelli“) fertigte. Hauptwerkstätten dafür111 Deutschland waren und blieben Augsburg , Nürnberg und Ulm , intali en vornämlich Florenz und Venedig . Neben der bloss handwerk-1C len Massenherstellung dieser Geräthe fuhr man fort, sie gelegentlichuuch (als Prunkstücke) möglichst kunst- und schmuckvoll zu behandeln:16 Würfel, je nach Art der Spiele, sechs- und mehrflächig, zuweilenvon verhältnissmässig beträchtlicher Grösse, stellte man aus den verschie-ensten Stoffen, von Elfenbein, Knochen, Holz, Stein und Metall her,le Augen oder Zahlen mitunter eingesetzt von anderfarbigem Holze,. ein oder Metall, die Flächen ausserdem durch eingelegte Arbeit ver-Zlert ; ebenso die Versetzsteine, von denen man indessen die zu den§ e Wohnlichen Brettspielen nach wie vor durchgängiger flachcylindrisch,auf odei ' scheibenförmig gestaltete und daher auch zumeist nur
, U . der oberen Fläche, sei es durch Einlage oder erhobene Arbeit,nckte, die eigentlichen Schachfiguren aber zu den ihnen einmal^citheilten Formen von Königen, Damen, Bischöfen, berittenen Kriegern,Elf mien u ' s ‘ w -) gleichermassen wie schon seither vorwiegend aus... _ n , Knochen oder Holz, gemeiniglich von ziemlichem Umfange,
Ein 8 " 10 ' 1 Sldlldtzte un ^ auch wohl noch durch Färbung, Vergoldung,Satze u. dergl. bereicherte. Die durch schmale Streifen, einzelneg . er °^ er ; wie die Schachbretter, durch kleine Quadrate ein zu th eil endenz ^ le ^ ta ^ e Di beschaffte man, zugleich rücksichtlich der hierbei bedingtenv _on Und mehrfachen Färbung, theils aus helleren und dunkleren Artenden °. n > Metallen, Gesteinen u. a. m. je ausschliesslich, theils ausS^ e ' c ben Stoffen, jedoch in unterschiedlicher Verbindung derselben,unter anderem aus Ebenholz und Elfenbein, Perlmutter, Silber oderGold aUS ®'^ er °^ er Elfenbein und dunklem Jaspis, aus Bronze oderan ’ bc ^ e ® L'halcedon; verzierte auch selbst noch die Felderchenp a( j SlC 3 ‘*' e naL 'b ihrer Beschaffenheit, mosaikartig oder durch eingelegtesemverk > und umgab das Ganze mit einem nicht minder reich deco-TaH behandelten Lande. Mitunter fügte man zwei, auch drei derartigeWohl” . VermitteIst Charteren, zusammenlegbar, aneinander, versah auchTi u einzelne grössere Tafeln mit einem Fusse, so dass sie je einenlend bddeten- Nächst den Darstellungen von Brett- und Schachspie-JahT natnendic h in Kleinmalereien des vierzehnten und fünfzehntenspiel , er ts ’ wif d gerade während dieses Zeitraums auch des Schach-
> a s Geräths, häufiger gedacht: (um 1316) „ein Schachbrett
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