492 L Das Kostüm vom Beginn des 14. bis zum Beginn des 16. Jahrh.
Jaspis und Chalcedon , ganz von Platten, die einen von Jaspis, die an-deren von Krystall, durchaus besetzt mit Silber und Perlen“; (um 1328)„ein Schachbrett von Elfenbein und Ebenholz“; (um 1335) „ein Schach-brett von ausnehmend kunstvoller Arbeit durch Robert, König von Un-garn, dem König Johann von Böhmen übersandt“; (um 1353) „ein Schach-spiel von ausgeschlagenem Metall und Krystall, mit eingesetzten Perlen-das dazugehörige Spiel (die Figuren halb zu halb) von Krystall unrothem Marmor“; (um 1372) „ein Schachbrett von Jaspis und Krystall)nebst ebensolchem Spiel“; (um 1416) „eine sehr schöne Tafel, von dreizusammenlegbaren Theilen, bestehend aus einem Damenbrett („marelier )izwei Brettspielen und dem Schachbrett, von römischem Porphyr, Jasp lsund anderen verschiedenfarbigen Steinen“, und (um 1467) „ein Schachbrettvon schwarzem (gefärbtem) und weissem Elfenbein“. — Neben diesen
Spielen kam bereits im Verlauf des vierzehnten Jahrhunderts das Karte 1 *
spiel in Aufnahme. Dasselbe, hervorgegangen aus dem Schach *®itUebertragung seiner Figuren durch Malerei auf einzelne Blätter oderTäfelchen, in China und Indien seit ältester Zeit bekannt, gelangte vonhier zu den Arabern und durch sie, wie es scheint zuvörderst nach U alien unter der Benennung ,/naibi“, welche sich, als der ursprünglich 0orientalischen Bezeichnung nachgebildet, dafür auch fernerhin mit nurgeringen eigensprachlichen Abweichungen erhielt. Noch bis gegen d* eMitte des Jahrhunderts indessen ging seine Verbreitung, auch selbst *®Italien , nur äusserst langsam vor sich; erst von da an ward es denübrigen Ländern zugeführt und in Europa verallgemeinert. Zufolge eine*
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bekannt. Johann 1 . von Castilien erliess um 1387 eine Verordnung)welche die Würfel, die Karten („naypes“) und das Schach untersagte»und ebenso sah sich um 1397 der Prevot von Paris veranlasst, de®Handwerkern, nächst den Würfeln, den Ball-, Kugel- und Kegel-Spiele* 1 ’auch die Karten zu verbieten, ausgenommen an Feiertagen. In e * neD1Erlasse Karls V. von Frankreich um 1369, worin alle damals übliche®Glückspiele aufgezählt werden, ist von den Karten noch nicht die Rcdeidagegen wurden sie zur Erheiterung des geisteskranken Königs Karlsangewendet und für ihn besonders bemalt. Nach einer vorhandene®Rechnung darüber vom Jahre 1392 führte sie der Maler Jacquen 11 ^Gringonner in Gold und verschiedenen Farben aus, und schmücktemit mehreren Sinnbildern („devises “). Bis dahin hatte man höchst "scheinlieh noch im Allgemeinen die altüberkommenen orientalischen ^guren und Bezeichnungen entweder durchaus oder in nur schwanker L®*bildung beibehalten; nach jenem Vorgänge indessen gab man nundiese allmälig gänzlich auf, sie wenn auch zunächst noch durch < ^ enl0U iJsprechende, doch der abendländischen Anschauung und dem heimi» c * e