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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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509
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B Gerärh. Abendl. im Allg. (Bestattungsger., Bahren etc. 13001500). 509

'' e »bumienen langen Stangen mit kurzen Füssen oder fusslos und wurden,

* »an sie völligst zu überdecken pflegte, gewöhnlich unverziert belassen.

» Särge fertigte man, gleichwie seither, je nach Umständen aus Holz,tem (gebrannter Erde) und Metall (Kupfer, Zinn, Blei), und gab ihnen,

^ Tbeil abhängig davon, entweder die Form eines nur massig hohen,

'eh nach dem Fussende zu allmälig verjüngenden länglich viereckigen® Alters mit geraden oder schrägaufsteigenden Seidenwänden nebst flachemer leicht giebelförmigem Deckel, oder die einer höheren hochgiebelartige eckelten Kiste; der Deckel zuweilen oberhalb in mässiger Breite ab-e P attet. So auch blieb man dabei sie gelegentlich längs den Kanten1 erhobenen Verzierungen und auf dem Deckel der Länge nach mit»em Kreuze, in gleichfalls erhobener Arbeit oder auch in Malerei, aus-^»>tatten. Etwa seit der Mitte des fünfzehnten Jahrhunderts ward esj. , er ^ en vornehmen Ständen zunehmend üblicher die Särge, so nament-' c die von Metall, in eigene (Umschluss-) Särge von Holz einzusetzen,jj 1 UUT) diese durch Schnitzerei, Vergoldung u. dergl. zu schmücken.»iT ® e d ec hung der Särge bestimmten Trauertüchern bewahrten ihre herkömmliche länglich viereckige Gestalt ausschliesslich bisaich^ Zl1 ^ n< ^ e des vierzehnten Jahrliunderts. Von da an begann manwelbnen mehrentheils auch vollständiger Ueberzüge zu bedienen,

e > aus einzelnen Stücken zusammengenitht, der Form des Sargesd e a,1 Passten und überdies meist so lang waren, dass sie, beim Tragendem, en auf de» Schultern, ringsum fast den Boden berührten. Nächst-g ' at3er fuhr man mindestens bis um den Schluss dieses Zeitraums fortUnter einfacllcn Decken als auch die Ueberzüge, wenn gleich wohlei Vorherrschaft der schwarzen Färbung, unterschiedlich von farbi-v 0n n Stoffen (Wolle, Seide, Sammt), und für besonders Vornehme selbstgevrk'^ ^ emustei ' f em Purpur und von Goldbrokaten zu beschaffen, sie aucherhi e ] herwärts mit einem weissen Kreuz zu besetzen. Ingleichemy e s c h der Gebrauch sie mit den etwaigen Standesabzeichen des(eig* ° raenen z« behängen und, war derselbe von hohem Adel, mit dessendiesen Zweck zumeist in Buntstickerei gefertigten) Wappen-K ron <in rill g s «m auszustatten, noch anderweitige Insignien dagegen, wieII*®" Scepter u. dergl,, auf den Deckel entweder in Mitten oder zu'"I'» auf 2ustelltn .