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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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525
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A. Tracht. Spanien (Kleidung im Allgem. 1500 1550). 525

baulichen Formen maassgebend. Sie wurde mithin durch den von Italien ausgehendenRenaissancestyl 11 bestimmt. Ziemlich in dem gleichen Maassea ls dieser sich in den einzelnen Ländern mit der in ihnen bestehendengermanischen Baufonn allmiilig mischte oder verselbständigte, wurde davondie Formenbildung des Geräths hier und dort betroffen. Eine Rück-wirkung dieses Styls auch auf die Tracht konnte in ihr, zufolge derknindbedingnisse ihrer Gestaltung, wesentlich nur in strengerer \ erein-iachung ihrer Hauptlinien zur Geltung kommen. Sie äusserte sich, indemS!e das Freiere, Krause und Faltigere derselben, freilich eben nicht immerzu Gunsten einer der natürlichen Formen des Körpers gemässen Er-lernung mehr oder weniger aufhob, somit zu der auch sonst schonbedingten Versteifung noch besonders beitrug.

A. Die Tracht . 1

I- Spanien, Frankreich und England; die Niederlande.

Spanien .

Bis

längere' ZU ^ Cm ^ ot ^ e ^ erc ^ nan ^ s des Katholischen (1515), auch wohl6re ^ eit darüber hinaus, fanden eigentliche Neuerungen nicht statt.1

oder To ° n aeuere n Werken, -welche die Tracht des sechszehnten JahrhundertsS. 84l . Beginn desselben an behandeln, seien zu den (S. 54; S. 197; S. 273;^Achten ri* 6Ilann * en wiederholtem Hinweis auf J. v. Hefner-Alteneck.

histori < * 68 °bristlichen Miltelaiters Bd. IH., nur hinzugefügt: CcstumesU , 68 *^ es AVI., XVII. et XVIII. siecles dessines par E. Lechevallier-hUtori * rci S rft ves par M. Leopold Flameng, Lallemand etc. Avec un texteria] e . p descriptif par M. Georges Duplessis , de la bibliothöque irope-®ild g e ari8 (H°ch im Erscheinen). Die Originalquellen in Schrift undsind, W* 1611 , an Umfang und Bedeutung, an Sorgfalt und Zuverlässigkeit. Es^ u fwand 6n v e lfech zerstreuten Nachrichten in Chroniken , Städteordnungen,a °tizen 8 r tZen> Predigten, satirischen Schriften, Reisebeschreibungen, Einzel-®* e ichzeit' eino ' ren u - 3 - w., bis gegen die Mitte des Jahrhunderts die Werke8c Wtto g 6r ^ an stler: Bildhauerarbeiten und Schnitzereien, Gemälde, Holz-'lor 2Plorsticke, als auch insbesondere die häufigen bildlichen Darstellungen* an d in (l 61 gedruckten Schriften. In dieser Hinsicht tritt vor allem Deutsch-dalrrl,undert 0r d er g r und. Diese Quellen setzen sich in die zweite Hälfte desSa »ce, d u r r , S Ter lieren aber unter dem Einfluss der nunmehrigen Renais-8a clilich er C qi Fbunischung und Nachahmung von altrömischen Ifostüniformen, ani e Gt das B r f U6 Unt ^ Genauigkeit. Dagegen, mit in Eolge dessen, macht sich68 rehen geltend die Trachten auch der verschiedensten Völker ihrer