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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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A Tracllt - Frankreich u. England (Kleidung im Allg. 15741539j.

o<j er k^| Un< ^ WaS ZU z ^'^ e > ver harrten zumeist in gewohnter Weiser * en doch immer sehr bald zu derselben wieder zurück.

Hofe UfC 1 ^ e nr ^ 1 HI- erhielt der Aufwand und die Lebensweise amii(jg r a e " gänzlich verkehrten Zuschnitt. Von Natur weibisch angelegt.Ul »iatürr * aSSen cite ^ P u tzsiichtig, und ohne Manneskraft lüstern, jedem^ ie seinen f 6 ^ aS * er S en eigt, bewirkte er dass die Männer und WeiberSam i) lr g °^ taa t bildeten, und alle welche er zu sieh hcranzog, gleich-.Obsten""ß gesc}llccfltli che Stellung gegen einander austauschten. SeineUnd ih re ,f cba,ti o llI| gen waren sich und die Königin zu frisiren, seinesolcher S Vra ^ Cn zu stä rken und gehörig in Falten zu legen, was er mitan sei ° r ® a betrieb, dass er darüber an seinem Krönungs- und auchZeit v ,em . ^ erni ®Uungs-Tage die zu der kirchlichen Feier festgesetzteder Jj U1 ute, und man über die hierdurch veranlasste Verzögerung^erg n jj SSe ^ as '^ e Heutn zu singen vergass. Ein nicht minder grossesUnd ^md er darin se >uen Schmuck zu beschauen, zu wechseln

dm c h ail ^ ändern zu lassen. Bei Festlichkeiten erschien er zumeist inhrimt und We '^^ C ^ ei ^ e kl e *dung, zuweilen sogar als Amazone, mit ofTnertrug S j c }j ^ Gn nac kten Hals mit langen Perlenschnüren geschmückt, jaWeib au °h sonst, im alltäglichen Verkehr, gewöhnlich wie ein coquettes^tpnon « UtZt ' Gleichwie er sich herausputzte, thaten es auch seinedelte. jjj se ' ne männlichen Lieblinge, welche er wie Maitressen behan-OÖthigj ^ ersc hwendung war unerhört, und der König mehrfach ge-wussten l \ IIoftafel derart zu beschränken, dass die Hofleute hungerntrief, q |r) ® e n e widernatürliche Neigung zu diesen zwitterhaften Wesena Her p 0 S0 §' ar sich mit einem Mignon, dem vielgeliebten Maugiron, inäuter jf, 111 zu verehlichen. Wie die Männer, so die Weiber. Auchs ch] ec h te nen bildete sich eine unnatürliche Liebe zu dem eigenen Ge-O der f aUS ' ^icht minder pflegten auch sie nicht selten ihr Geschlecht^edef j r . t ' ac } zu verleugnen und, hauptsächlich bei Festlichkeiten, ent-k töäju)p n ?' cb oder doc h theilweis, oft mit Verhöhnung jedweder Scham,z ü hl es *? er Kleidung aufzutreten. An einem Feste, welches der Könign aekt j j, ls ' le -Tours veranstaltete, waren die aufwartenden Damen halbl^iine Se'i W ' e Gönner gekleidet, dazu man für sech'szigtausend LivresHonigs l e Ver hraucht hatte. Auf einem darauffolgenden Banquet der^tristen ^ tcr zu Chenonceau erschienen die schönsten und vor-ZUr Hiilft e amen tlio zur Bedienung bestellt worden waren, gleichfalls^ es es B entblösst und mit fliegenden Haaren, wie die Bräute.

^ e l |r zai,i j ( * UC * kostete Zweimalhunderttausend Livres. Bei weitem dieer Hoffeste, welche der König und seine Mutter, Katharina,

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6 do l0,i c. Journal de Henri III., ou memoires pour servir ä lhi-

ranoe - A la Haye 1744. 1. S. 179 ff.