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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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II. Das Kostüm des 16. Jahrhunderts.

verstärkt, gleich Schmetterlingsfliigeln ausbreitete. — Das Haar frisirte manfortgesetzt unterschiedlich hoch „en Helions“. Hiermit zugleich erhielte”sich die dieser Frisur angepassten „toques“ mit und ohne Federscbm( Fig . 228). Den Federschmuck bezeichnete man, je nach seiner Anornung, als „ä la Guelfe“ oder „Gibelline „Die Königin Margaret ewagte es zuerst Federn derartig aufzustecken, dass sie gegen oder üb erdie Stirn hinschwankten.“ Man nannte dies „adoniser“. Eine Hofd”®®ahmte es nach, was Heinrich III. veranlasste die Neuerung lachenmachen. „Demungeachtet nahm das Tragen der Stirn beschatten

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Schwungfedern in der Folge überhand.“ Nicht minder blieben ,esammtnen, reich verzierten „chaperons“ und sonstigen KäppchenGebrauch. Die ersteren, von vornherein einzig für den Adel besti®hatten sich die Bürgerlichen zugeeignet. Es wurde ihnen dies struntersagt, und ausdrücklich anbefohlen nur in Kappen von Tuch zuscheinen. Ganz ähnlich verfügte in England die KöniginSie verbot den Bürgerlichen die nur dem Adel zustehenden Hüte,verwies jene auf einfache Mützen von weissem Tuche oder Pel zEngland hatten die vornehmen Damen den aufgesteiften spanischender Männer mit Vorliebe aufgenommen. — „Die Unterbeinkleider fe rman, um auch damit prunken zu können, von Gold-, Silberstoff uanderen Stoffen tres proprement et mignonnement.“ Man gab innun immer häufiger die Gestalt von Kniehosen, und bedeckte denSchenkel mit eigentlichen Strümpfen „von farbiger Seide oder von we> söfilet de Florence“. Gleichviel ob genäht oder gestrickt, hielt manbesonders darauf dass sie dem Beine faltenlos („wie das Fell eTrommel“) anschlossen. Um dies zu ermöglichen, befestigte manunter dem Knie durch Bänder und Nadeln, beides von zierlicher

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schaffenheit. Die Schuhe wurden wohl kaum verändert,

unter den von Natur etwas kurz gerathenen Damen die „patins Stelzenschuhe eine noch weitere Verwendung. Sie trugen solche, J eVerhältnis, von einem bis zu zwei Fuss hoch. 1 — Neben den kHandschuhen tauchten, obschon vorerst noch sehr vereinzelt, etwas n *Handschuhe auf. Abgesehen hiervon schmückte man sie zuweil® nkostbarster Weise. Auf einem glänzenden Hoffeste erschien dieMargarethe mit Handschuhen, welche oberwärts mit Diamanten be se

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1 „Et puis faut accompagner le pied d’un bei Escarpin blaue, emule de velours noir ou d’autre couleur, ou bien d’un beau petit patin ta® ^tesfait que rien plus ■—, mais ees petita Escarpins sont pour les grandes e ^ ur3

femmes; car ils ne sont propres pour les courtaudes et nabottes, qui 0 ce ]a,

grands chevaux et patins liegez des deux pieds, autant voudroit remuer ^ ^comme la masse d’un Q£ant, ou la marotte d’un fou.“ S. de Bra”Dames galantes I. p. 327 ff.