A. Tracht. Osman. Türkei . Kleidung der Männer 11500—1600). 707
Seide war das Staatskleid des Grossveziers und von weissem Tuche dasdes Mufti, von grüner Seide das Kleid der Paschas von drei RossschweifenUt M ^n grünem Tuche das der Ulemas, der Geistlichen und Rechts*^lehrten. I m Uebrigen unterlag die Färbe der Gewänder, so auchS( *st die grüne, keinem Zwange. Es konnte sie, gleich allen noch son-nigen Tönen, Jeder nach Belieben wählen. Nur der Turban machteauch hiervon eine Ausnahme. Diesen von grüner Färbung zu tragen* ar und verblieb ein unantastbares Ehrenvorrecht der Emire, der Nach-° m nien Ali’s und Stammverwandten des Propheten.
männliche Kleidung, zumal der vornehmen und begütertenKla ssen, bestand (und besteht) im Wesentlichen aus einem Beinkleid,ei «em Hemd, einer Weste nebst Jacke oder Rock, einer Hüftbinde oder
Gürtel, einem oberen Rock, ausPf 2 69> einfachen oder doppelten Schuhen
und einer zwiefachen Kopfbe-deckung.
Das Beinkleid („dsagschin“),unmittelbar auf dem Körper ver-mittelst eines Bandes oder eineran den Enden verzierten, einge-nähten Zugschnur um die Hüftenbefestigt, erfuhr vermuthlich schonvor dem sechszehnten Jahrhun-dert, vielleicht selbst in Anschlussan die dafür im Westen üblicheForm, wenngleich nur theilweisund vorübergehend, einigen Wech-sel. Anfänglich wohl ausschliess-lich, wie das der Araber (Fig.269)i weit und lang, wurde esvon den verschiedenen Ständen,so auch namentlich zu kriegeri-schem Gebrauche, bei einzelnenTruppengattungen (den Janitscha-ren u. a.), zu einer massig weitenKnie- und enganschliessendenStrumpFHose umgewandelt, wel-che man unter dem Knie verband{Jig. 27F Fig. 272). Danebenes sogar seine ursprüngliche Gestaltung 1 fortdauernd, ward
W ! er S'- Kostümkunde. Geschichte der Tracht u. s. w. Stuttgart
* 177, Figf, R5 a H
ater bewahrte