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II. Das Kostüm des 16. Jahrhunderts.
Ornats, die alte Strenge nicht mehr behagen. Um in ihm zeit ge ^
glänzen zu können, unterwarf man auch ihn dem Zeitgeschmack-wenn man sich dabei gleichwohl vorerst wesentlich darauf besci
ihn demgemäss verzierungsweise umzuwandeln, führte
doch sehe"
dies an sich auch manchen Wechsel der Form herbei. Dazu kam,letzteres in noch weiterem begünstigend, die rastlos fortschreitenzweigung der Kunsthandwerke und Gewerbthätigkeit mit ihren n>‘ ^
fachen Erfindungen hinzu. Gleichwie man diese seither, soweit sl ®für den kirchlichen Zweck überhaupt eigneten, dafür in ausgede n .^ ner .Maasse beanspruchte, geschah dies auch ferner. Und Alles was nurhalb des Betriebs der Goldschmiedekunst, der Steinschneiderei, der _
und Wirkerei, wie auch in Verfertigung von Stoffen irgend ^ eue ^ aC jjen.dert ward, suchte man nicht minder auch jetzt dem dienstbar zuDie Stoffe aber, bei ihrer nunmehrigen fabrikmässigeren Behandlungloren allmülig bedeutend an Güte; nächstdem jedoch auch die V® rz l j^jform, namentlich da sie sich jetzt vorwiegend in altrömischen („heidw»®^.^Mustern bewegte und demnach gleichsam im Widerspruch zu der ^liehen Ueberlieferung stand, sowohl inhaltlich an Bedeutung) a eJ1)hauptsächlich durch das Bestreben sie dem Zwecke dennoch anzup ^an Freiheit in der Durchbildung und an künstlerischer Gediegen i . rCStelle der bisherigen, wahrhaft kunstgemässen Pracht trat, ins e j n .
während der zweiten Hälfte des Jahrhunderts, ein vielg‘ e stalt I g er ys
Prunk mit bloss glänzenden Verzierungen, und ein Häufen der»^^ ^zu geschmackswidriger Ueberladung. Zunehmend beliebter jjgfriebReliefstickerei in farbiger Seide und in Perlen, deren fortgesetzter _^ ervor allem am Rhein und in Flandern, ebenso jetzt in Nürnberg ^.^^,umfassendere Darstellungen von Christus am Kreuze sammt der uial igruppe und von Heiligen lieferte. Mit ihnen hauptsächlichdie Randbesätze, Stäbe u. dergl. zu verzieren, diese somit inMaasse über den Gewandstoff hin zu verbreitern.
Demzufolge aber verloren die derartig verzierten Gewänder
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auch jedwede Fähigkeit zu irgend welcher Fältelung, versteift® 1bretterner Starrheit, und nöthigten so zugleich überdies, S ' e T zu i» e ’ lferlicher zu verengern, wie auch, wiederum hierdurch bedingt, j^benBequemlichkeit des Trägers ihren Schnitt unterschiedlichder Reliefstickerei brachte man fortan gleichfalls für sie d ^ gevorzüglich in Lüttich, Köln, Mainz und Nürnberg zu hoher ^ ug ger -
zu
diehene Bild- und Wappenstickerei mannigfach in Anwen un Q rlia tstü c ^ edem pflegte man seit Erfindung der Strumpfwirkerei einzelne ^ onJ njenlediglich durch sie zu beschaffen, und ingleichcn, seit dem ^ fliii 1 'der künstlichen Spitzenklöppelei, das bis dahin unmittelbar n» g. en ug>den gefertigte Spitzenwerk, durch geklöppelte Spitzen zu erse z