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II. Das Kostüm des 16. Jahrhunderts.
wetteifernden, freien Spiels der Arabeske als solcher gegeben. Von de
ämncn
italienischen Bauthätigkeit seit der Mitte des Jahrhunderts vornai
zu
Gunsten umfangreicher Gemälde und ausgedehnter, stark erhobene
Stuckaturarbeiten in Weiss mit theilweiser Vergoldung, allmälig gänzhcverlassen, setzte sie sich innerhalb der Geräthbildung unter mancherWandlungen, so insbesondere als ein geradliniges oder gerades und ge^bogenes sich in jeder erdenklichen Weise durchschneidendes Bänder- uLeistenwerk mit verschiedentlichst dazwischen geordneten Kleinzicrtajeglicher Art, bis über den Schluss des Jahrhunderts fort. ^
Ziemlich gleichzeitig mit dem Aufkommen der „Grottesken ,doch nur wenige Jahrzehnte später, begann das Kunsthandwerk migemeinen auch mehrere verschiedene rein bauliche Theile als \ erzierungsmittel zu verwenden. Es waren vorzugsweise die ganze und die 1Säule, einfach und gedoppelt, der Pfeiler und der Halbpfeiler, die karjatidenartige Stütze, die Umrahmungen von Thüren, der Giebel u. dergl-^Gjedoch vorerst noch durchgängiger mit Ausnahme der Cannelirung,welcher diese Bethätigung erst in der zweiten Hälfte des Jahrhungelegentlicher Gebrauch machte. —
Von altrömischen, wirklichen Geräthen, welche geeignet g e "wären dem geräthlicben Betriebe als Vorbilder zugleich für die Grformen als solche zu dienen, war einstweilen verhältnissmässigbekannt. Auch bestand dies Wenige fast lediglich, abgesehen von zieWlieh gleichartigen, bemalten Thongefässen, welche bisweilen in Camp»ausgegraben wurden, aus grösseren Arbeiten von Stein, wie insbesoaus mehr oder weniger gut erhaltenen Sarkophagen, Altären, StaninCandelabern und Untersätzen. Von noch sonstigen derartigen D n ®^ rwie etwa in edlerem Gestein, in Gold, Silber, Bronze, Glas u. s.kaum schon die Rede, geschweige denn von Gegenständen in Eilund anderen leicht vergänglichen Stoffen. Somit für die Gesammttung (Profilirung) von ähnlichen Geräthschaften, wie auch des ^geräths überhaupt, einzig auf jene Ueberreste verwiesen, bildetennun sie fortdauernd die Grundlage, wobei man sich ihnen zum ßTheil, wie denn namentlich in Beschaffung von eben solchen jj
als Vasen, Wannen, Taufbecken, Untergestellen und Standleucbter'bselbst bei aller darauf verwendeten eigenschöpferisclien Kraft, mrung und Vertheilung des Einzelnen mit ziemlicher Strenge an ^(vergl. Fig. 317). Für Möbelwerk, Schreinerarbeiten u. dergl., boten ^dagegen als etwa mustergültig nach wie vor ausschliesslich d' erömischen) Baureste und die fortschreitenden Ergebnisse der kunliehen Thätigkeit dar, daher in allen diesen Dingen, hauptsü cBetreff der Grundanlage, die hier allerdings auch schon sehr ^ )et ^ v j r ] £ te.
abgeschwächte germanische Form wohl noch einiges langer