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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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815
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®- Qeräth. Darstellungsform im AUgem.; Frankreich (1500—1600). 815

ittmier entschiedener der Nachahmung von fremden, hauptsächlich fran-0s 'schen Gestaltungen zu.

ln Frankreich begann sich der neue Styl namentlich seit der Thron-z ^ e 'f Un g Franz I. (1515—4547) unter dem Einflüsse der durch ihn°der 6lC ” ^ eru ^ enen italienischen Künstler und der durch sie begründetenfafl 1 förderten Richtung besonders rasch und eigenheitlich zu ent-„ en ‘ Seine Vermittelung mit den hier bestehenden ausschliesslich^en aniSC ^ en R° rm en war einfacher wie in Spanien , und vermochte sich,aUc ^ decorativ nicht so reich wie dort, um so freier zu vollziehen,auf seine Anwendung zuvörderst wesentlich auf die Baukunst,

Weltliche Bauten eingeschränkt. Bei dem Eifer aber, mit welchema Hsst Z ^ ^* e ^ u Kührung von königlichen Schlössern und deren Gesammt-p attun g betrieb, wurden, zumal bei seiner Neigung zu ungemessenem

K aufwande und seiner ausnehmenden Vorliebe für die italienischeunst i

th :, r ’ Ueni neuen Style auch fast sämmtliche kunsthandwerklichen Be-S j e h^ Un S en , wie vor allem die Geräthbildung, unterworfen. Jedoch wien üf) , ler ^ e G durch den König selber, das Verhältnis gestaltete, sollteS0ll( j er Baukunst und dem Kunsthandwerke gleich anfänglich je ein be-den eret | -Soden werden, welcher auf ihre Fortentwickelung sehr entschie-^^okwirkte. An tüchtigen Ba umeistern fehlte es nicht. So vielauss u* aUC ^ ^ er König aus Italien berief, und so viel sich von hierein . etn um ihn zusammen fanden, zählte zu diesen doch kaum irgendb e i ^' r ^’ c h bedeutender Architekt. 1 Es waren Maler, Bildhauer und inüberwiegender Zahl Kleinkünstler und eigentliche Kunsthand-8t att ü ’ W ' e er deren gerade zur Ausschmückung und geräthlichen Aüs-iir»t er f Seincr Bauten in seinem Sinne bedurfte, mithin wohl solcheVerb^e^ 1 ! ^ ra,lz osischen Kunsthandwerkern mangelten. Die Bauthätigkeit^ er ätbK- ini ^üeinbesitz einheimischer Künstler, während die heimischeBetn». r attn ? dem unmittelbaren Einflüsse jener Fremden ausgesetzt ward,itn e ntfaltete sich die Baukunst im Geiste der neuen Richtung

unt er * Slen Schlüsse an ihre herkömmliche germanische Wesenheitdauernd überwiegendem Beibehalt eben ihrer Darstellungs-^enaj Sg e * ner eigenen, gewissermassen ursprünglichen französischen^n st b* 166 ^ Ver ^ - ^ig- 320), dagegen die Geräthbildung, soweit siea Us nac ^ a |* s P r uchte, alsbald dem rein italienischen Geschmaeke durch-^ n ?er e jr ei / erte- Indessen, wie die Dinge lagen, vermochte sich dies nochGliche tlUr ’ n engerer Begrenzung zu äussern. Denn wie der kunst-t6r Qros s e *' r ' e b fast lediglich im Dienste des Königs und reichstbegüter-eri v erharrte, einzig hier Gelegenheit fand, sich in seiner Rich-

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a V' ?l ar ’ beschichte der Baukunst IV. (Die Renaissance in Frankreich • Lu bke) S. 19.