B - Geräth. Kunsthandwerk etc. im Allgem.; Steinschneiderei (1500—1600). 835
st 'gen Geräth en, gewann besonders im Verlauf der zweiten Hälfte desJahrhunderts ungemein an Ausdehnung. Bis dahin beschränkte sich dieserBetrieb noch vorwiegend auf Verfertigung von kleineren Gefässen, Büchs-en, Kästchen u. dergl. aus Krystall oder edlerem Gestein, wie Lapis-la *hli, Heliothrop, Amethist, Smaragd u. s. w., gemeiniglich mit Hinzu-fägung von Einfassungen und einzelnen Theilen, als Henkel, Deckel undPussgestelle, von zumeist zierlicher Goldarbeit mit stellen weiser Emaillirung.
bereits im zweiten Viertel des Jahrhunderts nahm daneben, vonItalien ausgehend, zuvörderst in Frankreich der Geschmack für grös-S6r ® Gefässe und (Stand-) Geräthe von dazu geeigneten, minder kostbarenSteinarten in rascher steigendem Grade zu. Auch diese Geräthe, worunter111311 Becken, Kannen, Vasen und Candelaber eine wesentliche Iiolle— •. •-viainpn Gefässchen ähnliche Schmuck-
. --, .....men, Vasen und (Janctetauei tilUC _
dieil Cn> er ^ lc ' ten zum Theil jenen kleinen Gefässchen ähnliche Schmnck-rus C ) V ° fl hauptsächlich von vergoldeter Bronze, ausserdem häufiger
y , etn Stein selbst (vertieft oder erhoben) gearbeitet, die mannigfachsten8e^ Z ^ rUn ^ en ' Binen ausgezeichneten Ruf in Herstellung solcher Stein-j a 6 ' W ' G auc ^ 333 Gefässen aus Krystall, behauptete vor allem Mai-dra k W ° ai3c * 3 ( I 3C verschiedensten Geschirre zu gewöhnlicherem Ge-vor Wie Ivanucn, Schüsseln u. dergl. namentlich aus Serpentin ganzei nzuf' iCl1 ^ e ^ ertl St wurden. 1 Die Erfindung in Krystall farbiges Emailh es ^ assci3 > kam dem noch besonders zu Gute (S. 834). Das Verfahrenüfjj 1 J ;u ' n > die dazu bestimmten Stellen im Ganzen sorgfältig auszu-s c jj 013 > Slu mit Goldblech auszufüttern und diese Cassettchen auszu-4] 8 b a ]. en ’ Gcrgestalt, dass ihre Ränder die BildflUclie weniges überragten.Wa r /n nac hdem in Nürnberg das Aetzen in Metall aufgekommenD eut ‘ 753 )> wandte man dieses neben der Gravirung, zunächst in‘ i ’ te it)art- C ^ an ^’ auc B al| I anderweitige Stoffe, vor allem auf weichere\vj e jjgj 611 ’ Wle Kalkstein, Marmor u. s. w. an. Hierbei völlig gleichartigV(. tSc , , lt13 Jfctallätzen verfahrend, bediente man sich dessen nun, wie zuv° n ei3en Nützlichkeitszwecken, so auch nicht minder zur Verzierung^hildef 110 ^^ 6 ' Gerätschaften. So künstlich in dieser Weise fortanschief f ’ ^ a ' en der, Sonnenuhren u. dergl. verfertigt wurden, ebenso ge-Oastht^ B iänstliel« benutzte man sie zur Auszierung von Gefässen undkia n ‘ !llcn i wie namentlich von Tischplatten. Die Aetznng pflegte1311 fiiti 1110381 schwarzer oder rother Farbe, oder mit beiden wechselnd,t tloc * 1 & e schützt in diesem Zweige waren Stephan Ayrer zu*^0), jg’ ere its seit 1513, ferner Johann Keyser in München (1560 bisA.’ Kie ning (nach 1550), Sixtus Löblein zu Landshut um 155001 porigen wurde es, ebenfalls zuvörderst in Deutschland ,dblich, aus besonders weichem Gestein, wie Talk, Speckstein,
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'88er. Dj e ]<-, ]<- Ambraser-Sammlung S. 221 ff.