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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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II. Das Kostüm des 16. Jahrhunderts.

Alabaster, ganz wie aus Holz und Elfenbein, die verschiedensten Kl® 0kunstwerke, auch halberhobene und runde Bildnisse zu schnitzen;gleichem, doch vorherrschend in Italien und, später, in Frankrei isolche Dinge aus verschiedenfarbigen Steinen, mosaikartig zusammensetzen, auch wohl mit Goldarbeit auszustatten.

Die Schnitzerei in Elfenbein nahm in ihren Hauptwerkstätt®bvor allem in Augsburg , fortdauernd zu (S. 455). Sie entfaltetenoch mehr zu einem Zweige der Gefässbildnerei, indem, seit der -»des Jahrhunderts, der Elephantenzahn immer häufiger in seiner g aIW aRundung zu reich erhoben verzierten Trinkgeschirren, zu „HumP enu. dergl. bearbeitet wurde. Doch schritt man auch in der Verfertigvon Zierplatten nicht weniger vor, welche man ausser zum EinsetzenMöbelwerk, eben von jenem Zeitpunkt an in steigendem Grade,Herstellung anderweitiger Geräthe, wie Schüsseln, Tellern u. s. ' Vi ^stimmte. 1 Es wurden die Platten zu letzterem Zwecke vermittelstmeist reich behandelter Silberarbeit zusammengesetzt, und die geschwTrinkgefässe gemeiniglich mit Randumfassungen und Deckeln von g‘ elArbeit versehen. Demzufolge trat der Betrieb mit der Goldschmicdereinoch engere Verbindung, was nicht ohne Rückwirkung auf seine 0lungsweise blieb, welche dadurch zu einer nunmehr dem entsprecheDurchbildung des kleineren Ornaments veranlasst ward. j l6

Die Holzarbeit, sowohl die Schnitzerei als auch das eigenSchreinerwerk, hatte in rein technischer wie in künstlerischer Hin 81 ^einen Grad der Vollendung erreicht, dass es sich hierbei im Grunde ^nommen kaum noch um eine Vervollkommnung im Ganzen hankonnte (S. 455; S. 411). Aber das fortgesetzt steigende Bedürfni»^derartige Arbeiten zu weltlichen Zwecken, namentlich zu wohnräuin ^Ausstattung, als auch die, wenigstens noch bis gegen Ablauf der ^ ielS ^ n g.Jahre allgemeinere Vorliebe für die mancherlei, zum Theil sehr un V,j ior .reichen Holzarbeiten zu kirchlichem Schmuck 2 (die Schnitzaltäre, ^

Stühle, Sitzbänke, Schränke u. s. w.), förderten den Betrieb in einer edass immerhin Verbesserungen und Neuerungen nicht ausblichen-nicht unbeträchtliche Erweiterung erfuhr derselbe durch die von ^ a ^ cre iaus sich nach Frankreich u. s. f. schon früh verbreitende E ,e ‘ : nfür ausgeschnitzte Zimmerdecken. 3 Anfänglich, vorzu 0 »

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1 Yergl. unt. And. bes. F. Kugler . Beschreibung der in der konig-

kainmer zu Berlin vorhandenen Kunstsammlung S. 205 ff. g itfi

2 Vergi. F. Kugler . Handbuch der Kunstgeschichte. 4. Aufl«g e ' g 30^'S. 426; S. 434 ff.; dazu T. Trant mann. Kunst und Kunstgewerbe u.

8 F. Kugler. Geschichte der Baukunst IV. (J. Burckhardt . g, t-Psanee in Italien S. 267 ff. u. W. Lübke . Die Renaissance in Frankreicmit Abbildgn.)