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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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II. Das Kostüm des 16. Jahrhunderts.

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der Ausführung verlieren musste. Ueberdies kamen, als Verzieumg^mittel, die in Italien seit länger vorzüglich geübte HerstellungOrnamenten und ganzen Bildern durch Vereinigung und Einlagefarbigen Hölzern, die „ Intarsia “ (S. 463), und das Einlegen von '® ,rathen aus Metall, Elfenbein, farbigen Steinen, buntem Glase u.die „Marqueterie “ im weiteren Sinne (S. 456), immer allgemeiner m ^nähme. So die „Intarsia,“ auch in Deutschland schon bald nac ^fang des Jahrhunderts, wo sich darin zu dieser Zeit, nach man ^

Versuchen, die Brüder Elfen, Mönche zu Hildesheim , höchst förhervorthaten. — Neben den seither angewendeten Holzarten, ,,,£U ^

Eichen- und Nussbaumholz die erste Stelle behaupteten, gelangteden nunmehr lebhaft betriebenen ostindischen Handel das Ebenhhervorragender Geltung. Vorerst noch, seiner Kostbarkeit wegen,kleineren Prachtmöbeln benutzt, wurde mit Verminderung seine»der Geschmack für Geräth aus diesem Holze, gemeiniglich mit emgElfenbein und Silber verzier t, etwa seit den siebenziger Jahren unterVornehmeren geradezu herrschend. — In Beschaffung des „Höbefolgte man hinsichtlich der Hauptformen nach wie vor im Mesen ^der eigentlich baulichen Grundgestalt und ihrer Massengliederung- ^dies jetzt um so entschiedener, als sich mit Entwürfen von Vorm rsolchen Geräthen, gelegentlich selbst mit deren Verfertigung, V ‘ C „g,Baukünstler beschäftigten. Jedoch fand gerade in dieser Betha B ^eben dadurch als auch durch Reisen einzelner Meister mitveranJa Bitalienische Darstellungsform verhältnissmässig frühzeitig euie ^ j n .gängigere Verbreitung, wie denn selbst nach den Ländern, wo

nerhalb des baulichen Betriebs noch geraume Zeit hindurch an ® jetekömmlichen Formen festhielt (S. 817). In diesen Ländern bez® 1 ^,*man eine derartige (neue) Behandlung demgegenüber als „weis ^ j nEs war dies, wenn auch zunächst nur zerstreuter, in Aiigsbiirg^Nürnberg schon im ersten Viertel des Jahrhunderts der Fall. p 0 j^endgeschätzt in dieser Richtung galten daselbst zu dieser Zeit unGeorg Schreiner, Hans Stengel, Wolff Weiskopff, Schreiner unmeister (noch um 1544 thätig) und vor allem Sebald Beck •' 1

Auch ihren Ruhm verewigte ihr Zeitgenosse Johann A«« ul ]d

„Obwohl Hanns Stengel vor diesem Weiskopff, auf we ^ S< \ en aufteutsche Art, gleichwie Georg Schreiner, so die gülden ^erc^dem Rathhaus und sonst viel Positiff machet, viel schöne Schre> j e rmachten, sonderlich wie man sagt, dass derselbe Stenge^ nenWelschen Arbeit der erste allhier gewesen sein soll, so ist w® 1 *

dieser Weiskopff mit dem Masswerck und Verstand imi Nachrichten von den vornehmsten Künstlern nnd Werkleuten

etc-

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