B. Oerath. Spielgerätlie; Musikinstrumente. Allgem. (1500 — 1600). 907
vorzüglich zu den Schachfiguren mannigfache Darstellungen von bestimmterBedeutung zu wählen, ja sie bisweilen sogar zu Bildnissen hervorragen-der Persönlichkeiten u. dergl. zu gestalten. Ein solches Spiel von „un-Sa glieli mühsamer Arbeit“ vom Jahre 1575 befindet sieb, nebst mehrerenderartigen Spielen, in der Ambrasersammlung zu Wien . 1 Dasselbe istVerliehst „aus allerlei bunten Hölzern zusammengefügt, mit einer grossenStenge kleiner Wappen und Figuren; ausserhalb das österreiehisch-tyrolische
a Ppen, umgeben von zwölf anderen Wappenschildchen. Die inneren
W
^ände z ' er t eine Beilic kleiner, sauber in Holz flaeherhoben geschnitzter■der der sieben Planetengöttcr, jedes Bild mit deutschen Reimen be-S e >tet. Die dazugehörigen (28) Spielsteine bilden in zierlichen llolz-^ ontzereien eine Folge der österreichischen Fürsten von Rudolf I. bis1 äximilian II., je am Rande Name und Herkunft aus weichem MetallCln gelegt.“ Einige nicht weniger kunstvoll ausgestattete Spiele, darunter*' ve ' vo » Faul Götti ff etwa um 1600 gefertigte, besitzt das Museum zuflin. a Von jenen beiden besteht das grössere „aus Ebenholz mit ein-6° egten gravirten Silberarbeiten. Die eine Seite enthält das Dainen-le *t, in welchem die weissen, aus Silberplatten gebildeten Felder mit^erlich gravirten Thierfiguren geschmückt und die Ränder mit schönen* r abesken umgeben sind. Die andere Seite enthält eine Art Reisespiel,s . S ® e " süimntliche Figuren aus Silber in den schwarzen Grund eingelegtcntl ^ er ’ Glitte ist ein Rund, welches zwei stattliche Cavaliere zuPferd
ca launig ornamentistische Darstellungen. Das Toc-
^lle-Spiel im Innern ist wiederum reich an humoristisch nrabesken-alle^ C " ^' e '^ eu a ' ni '' c l‘ en Gepräges; zwischen diesen trefflich gezeichnete^ gorische Figuren der vier Elemente und der vier Tageszeiten. Diez um^ e ' lle SI ' IU * z,lm Bheil von Silber mit einer Fassung von Ebenholz,J 1 ^ le 'l vergoldet mit einer Fassung von Elfenbein. Die Darstellungen,aus^ S '° Sc ' llll ^ L '*' e,, sich in beiden Arten, wiederholen, bestehena us ^ en Bildnissen der zwölf ersten römischen Kaiser (nach Goltzius ) und"'^gearbeiteten Thierfiguren.“ Zufolge eines Inventars 8 besass (uminit ^ ^ ar 9arelhe von Oesireich „ein Schachspiel von Silber, viereckig,^ er {? 0 lcleteii Randeinfassungen, sehr zierlich gearbeitet, jede der vieren mit den Wappen von Savoien ausgestattet, nebst zweiunddreissig‘{furchen von Silber.“
Bie Musikinstrumente 4 unterlagen einer weitgreifenden, nach-
1 ä p .
s P 1 ri nusser. Die k. k. Ambrasersammlung 8. 195.s Ku § ler - Beschreibung der etc. k. Kunstkammer S. 191; S. 202 ff.
4 Gt r 6 Baborde. Notice des 6maux II. S. 2C8.leg ,jj v ’ ' tt8 tn er. Les danses des morts. Disertations et reclierches etc. sursiq Qo jaonuments de ce genre etc. etc. avec les figures d’instruments de mu-9“ ns contiennent, ainsi que d’autres figures d’instruments du moyen-Äge