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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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Geschichtliche TJebersicht.

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sehen. Seine eifrigen Bestrebungen rücksichtlich der Fortbildung allerZweige der inneren Verwaltung, des Handels und der Gewerbthätigkeit,durch das treffliche Ministerium Robert Walpol’s aufs erfolgreichste unter-stützt, in Verein mit dem regen Fortschreiten auf allen Gebieten derWissenschaft, verliehen dem Reiche, nun überdies durch die deutschen Erblande mit dem Festlande enger verknüpft, zugleich nach Aussen hineinen Glanz, wohl geeignet Neid zu erwecken. Zufolge der von Spanien durch den Kardinal Alberoni gegen den König (1715) eingeleiteten ja-cobitischen Verschwörung wurde ihm, was dem Gesammtleben gleichfallszu Gute kam, ein beträchtliches stehendes Heer zugestanden, und, wasdem nicht minder förderlich war, das Parlament von drei auf sieben Jahrausgedehnt. — Entging der König bei allen dem gleichwohl nicht demVorwurfe, dass er Hannover zu sehr begünstige, und dass die seit Wil-helm III. bestehende allerdings grosse Staatsschuld keine Ermässigungerfahre, wurde solcher denn doch durch die Erbschaft, welche er (1727)seinem Volke hinterliess, bis zum Verschwinden überwogen.

Zudem verband sich mit dieser Erbschaft in seinem Sohne Georg II. (1727—1760) eben sowohl eine des Vaters würdige Tüchtigkeit, als auchdie besondere Befähigung diese stets den gegebenen Verhältnissen gegen-über möglichst gewinnbringend zu verwerthen. Getreu den bisherigenRegierungsgrundsätzen, wie auch dem Minister Walpole , und so auchgleich seinem Vorgänger auf Wahrung des Friedens bedacht, erhielt erwährend einer zwölfjährigen Ruhe vor allem die Quellen des allgemeinenWohlstands, wie Ackerbau, Handel und Gewerbfleiss, in beständigerSteigerung, wobei vorzüglich der Grosshandel sich zu ungemeiner Höheerhob. Die nun jedoch folgenden Kämpfe, zunächst (1739) des gefähr-deten Handels wegen mit Spanien und, daraus hervorgehend, (1740) dieBetheiligung am östreichischen Erbfolgekriege, dann (1742) mit Frankreich ,und ausserdem die Wiedervertreihung Eduards, Enkels Jacobs II., ausSchottland (1745—1746), brachten dem Lande allerdings in den Friedens-schlüssen zu Aachen (1748) und mit Spanien (1750), im Verhältnisszu der dadurch veranlassten Vermehrung der Staatsschuld, abgesehen vonder nahezu gänzlichen Vernichtung der französischen Seekräfte, nur■Wenig wirkliche Vortheile.

Aber so hoch die Staatsschuld sich auch bezifferte, und wie drückendsie auf dem Lande lastete, waren dessen nunmehrige Hülfsquellen dochso wenig zu erschöpfen, auch die inneren Zustände insgesammt, nun durchden grossen Chatam Pitt, bald derart gekräftigt und sicher gestellt, dasses die schon nach wenigen Jahren (1755) wieder beginnenden Kriegegegen Frankreich, jetzt in Verein mitPreussen, und gegen Spanien gleich-zeitig in Amerika, Ostindien und Deutschland während sieben Jahren(bis 1763) mit grösstem Nachdruck zu führen vermochte, ja auch ohne