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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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1219
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A. Tracht. Frankreich . Kleidung der Männer (1750—1790). .1219

zu seiner Verengerung, der die Ermel nebst Ueberschlägen vorwiegendunterlagen, zugleich noch einen Wechsel dadurch, dass seine Schössemehrentheils vorn, in Nachahmung des soldatischen Gebrauchs sie nachaussen umzuschlagen, dem ziemlich entsprechend v er sch n it te n wurden(Fig. 394 a). Alle noch sonstigen Veränderungen aber galten, abgesehenvom Stoff, wesentlich mehr nur der Ausstattungsweise, oder bewegtensich doch da, wo sie die Form ferner berührten, ohne gerade die Gesammt-gestaltung merklicher zu beeinträchtigen. Die Ausstattungsweise verein-fachte sich. Die meist überreiche Verzierung des „habitäla fran^aise“(vergl. Fig. 391) ward theils auf einen Randbesatz mit nur einer, nicht .*

Fig. 394.

selten ziemlich schmalen Borte von Gold-, Silber- oder Buntstickerei, theilsauch lediglich auf eine Einfassung mit Schnur beschränkt; ebenso an denErmelumschlägen, die vereinzelt überdies bloss noch durch Schnurbesatzangedeutet wurden. Auch die Knöpfe fanden nicht mehr durchweg An-wendung, sondern mehrseitig einen Ersatz durch eine vor der Brust an-gebrachte, zu verschleifende Doppelschnur, gewöhnlich mit Endquasten.Da aber, wo sie in Anwendung kamen, geschah dies fortan gelegentlichin Verbindung mit zierlichen, in kleinen Puscheln endigenden Litzen oder»ä la Polonaise“ (Fig. 394 a; Fig. 395 b ). Gleichmässig begann ander-seits, obschon ebenfalls nur vereinzelt, das Halsstück sich theils zu einemachmalen, steifen Kragen („coffet“) zu erheben, theils zu einem breiteren,