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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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1242 IV- Dm Kostüm vom Beginn des 18. Jahrhunderts bis auf die Gegenwart.

gestrichen, in Kleinheit oder Grösse der Hüte, des runden sowohl als desdreieckigen, oder der Mütze „ä la folle in dem Umfange der Cocarde»in Höhe und Breite der „cravate ,“ wie vor allem in der Breite derUeberschläge an Rock und Weste, gleichviel .ob ,,fraqite u oder „redmgotefund, abgesehen von den Knie- und Strumpfhosen, die noch am wenig-sten berührt wurden, in spitzen Schnallenschuhen oder Stiefeln mit breitenStulpen und langen Oehren; zudem führten sie insgesammt ein übermäs-sig grosses „ Lorgnon “ und einen Stock, der mehr einer wuchtigen Keuleglich ( Fig. 401c). Die Weiber aber gaben ihnen nichts nach, vielmehr

Fig. 401.

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suchten dies mehrentheils, wie namentlich in Betreff des Haars und vorallem der Kopfbedeckung womöglich noch zu überbieten, während siesich überdies durch eine schamlose Zurschaustellung von Brust und Beinehervorthaten (Fig. 401 a b). Und diese Stutzer erfreuten sich, vorallem bei der männlichen Jugend, eines so ausnehmenden Beifalls, dasssie beständig Nachwuchs erhielten, sich, wenn auch in abnehmendemGrade ihrer Ungeheuerlichkeit, bis ins nächste Jahrhundert fortptlanztcn.Noch im Jahr 1796 erschienen diese „ incroyables “ in Paris selbst aufden glänzendsten Bällen gestiefelt, mit dem Hut auf dem Kopf, und zum