A Tracht. Frankreich . Kleidung der Weiber (1800—1804). 1253
bestanden theils in drei- und viereckigen Tüchern, die dem Nacken loseumgelegt wurden, theils in umfangreicheren Tüchern oder eigentlichenUmwürfen, letztere gelegentlich ebenfalls von dünnem, flo'rartigemGewebe; und dazu, unter dem Consulat, veranlasst durch die Gesandt-schaft des Tippo-Saeb, in indischen Shwals.
In Weiterem übte dann das Consulat überhaupt, wie vor allemin dem Bestreben der äusseren Erscheinung abermals mehr Glanz zuverleihen, seinen Einfluss auch wiederum auf das Ganze. Es äussertedies sich zwar nur allmälig, dennoch aber gleich ziemlich merklich
Fig. 406
a
in Wiederaufnahme dichterer Stoffe, wie anderseits, rücksichtlich derForm, in einem Zurückgreifen auf römisch-griechische Gestaltungen, nun-mehr jedoch so, dass man solche jetzt eigenschöpferisch nur zuverwerthen suchte, und in einer Mischung eben dieser Formen mit demBestehenden. So denn ward die „tunique“ wiederum häufiger von Seide,Atlas u. dergl., auch, wennschon vorerst immerhin noch ziemlich selten,mit halben und selbst ganzen Ermeln beliebt (Fig. 406 a), wie nunanderntheils durch allerlei Beiwerk, mannigfach wechselnde Ueberstücke,Anhängsel u. A. ausgestattet. Die Gürtung rückte, ohne einstweilen denHalsausschnitt zu bestimmen, dicht unter die Brust. Hatte die „tunique“-