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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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A. Tracht. Frankreich . Kleidung der "Weiber (1804—1815 ff.).

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(Fig. 408 a b), dass ein Wendepunkt wohl nicht mehr ausbleiben konnte.Der Rock zog sich noch enger zusammen und verkürzte sich nochmehr, allmiilig bis ziemlich hoch über die Knöchel. Der Raum vomGürtel bis zum Halse schrumpfte bis auf sechs Zoll und weniger ein,wurde auch mehrentheils mit Beibehalt des tiefen Rückenausschnitts, vornnach oben hin dreieckig geöffnet, hier kragenartig umgeschlagen, undüberdies nun immer häufiger mit ganzen, langen Enneln versehen. Dazu,was solche Unform noch widersinniger ausgestaltete, ward es allgemeiner

Fig. 408.

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üblich den Rock unterwärts ringsherum in mehren Reihen übereinandernicht selten äusserst hoch hinauf zu besetzen, unter der Brust mit breitemBande zu umschleifen, dergestalt dass dessen meist sehr lange Endenhinterwärts herabfielen, und die Langermel, in Wiederaufnahme desGebrauchs im siebenzehnten Jahrhundert, durchweg abtheilungsweisekugelförmig aufzubauschen [Fig. 408 a b). Wiederum gleichmässig da-mit, fortgesetzt faltenlos und starr, gestalteten sich die Ueberkleider,deren Ermel nunmehr zuweilen bis über die Mitte der Hand hin ver-