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Construktion der Bronzezeitpfahlbauten.
in dieser Ansiedlung besondere Gelasse für Küche, Magazine,Weberei, für Ställe u. s. w. bestanden haben.
Pfahlbauten auf Rost- oder Grundschwellen mit und
ohne Steinhügel.
Eine solche mit 7 Steinhügeln wurde bei Unter-Uhldingenentdeckt. Sie lag gerade vor dem Orte, etwa 1300 m von demselbenentfernt, war 7 ha gross und zählte ca. 10000 Pfähle, von denen diemeisten grösser waren, als die der neolithischen Ansiedlungen. Aufdem Seegrund waren die meisten mittelst Querriegeln, in die sieeingefügt waren, unter sich verbunden. Diese Construktion ist die-selbe, wie bei den Bronzepfahlbauten der Schweiz '). Die Längedieser Q.uerriegel (Rost- oder Grundschwellen) betrug 2 m, die Breite0,4 m, ihre Dicke 0,17 bis 0,2 m. Etwa 0,25 m von den Enden ent-fernt war je ein Einschnitt angebracht von 0,20 m und 0,135 mBreite. Die kleineren Schwellen hatten nur einen Einschnitt. Allewaren von Eichenholz und bestanden aus den Hälften von ziemlichgeraden Stämmen, deren Aeste abgehackt und die Enden abge-rundet wurden. In die durchgehenden Einschnitte der Schwellenwurden die Ständer (Pfähle) eingezapft und auf das obere horizon-tale Gerüst der Wohnboden aus Rollholz befestigt. Um dem ge-sammten Holzbau festen Halt auf dem Seegrund zu geben, wurdenauf den Rostschwellen und um die Pfähle künstliche Steinhügel auszusammengetragenen Geröllsteinen gebildet. Die Steinhügel hattenbei ihrer Entdeckung eine Höhe von nahezu 1,5 m, bei niederem
Wasserstande traten höchstens dieKämme dieser Hügel zu Tage,bei hohem Wasserstande aberlagen sie 2 bis nahezu 3 m unter
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dem Seespiegel.— AehnlicheConstruktion mitGrundschwel-len hatte mantheilweise auchbei der Pfahl-baute von Sipplingen entdeckt. Dieselbe war 8 ha gross und4—500 m vom Ufer entfernt, bei der grossen Ausdehnung der An-schüttungen waren aber einzelne Steinhügel nicht zu bemerken.
') M. A. G. VI. 282 fi.; VIII. 4 und Taf. I. 2; XI. 89; XXII. Bd., 1. lieft.Seite 2 ff.