Herkunft und Beschäftigung der Ffahlbaubewoliner.
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gruppiren sie sicli um beide Seiten der Alpen. Yermuthlich zweigtebei Laibach, einer wichtigen Pfahlbauansiedlung in Krain , eineEinwanderungslinie ab gegen die oberitalienischen Seen und dieTerramaren im Pogebiet‘), von wo sie, gegen die Riviera sich wen-dend, dem Rhonelauf folgte und an die westschweizerischen Seenund den Rodensee lief. Für diese Annahme sprechen auch die Ver-breitungslinien der Nephritwerkzeuge -), sowie der Handelsdepotsund Gussstätten der Bronzezeit 8 ). Dagegen ist die frühere An-sicht als widerlegt anzusehen, dass die Einwanderung der Pfahlbau-bewohner nach Schwaben längs der mittleren Donau erfolgt sei. Gegendiese Annahme spricht auch die Thatsache, dass bis jetzt im rechts-rheinischen Bayern die neolithische Periode sehr schwach repräsen-tirt ist, da man einschliesslich der wenigen und unbedeutenden An-siedlungen im Ganzen nur 135 Steingeräthe 4 ), also weniger als inmancher einzelnen Pfahlbaustation des Bodensees gefunden hat.
II. Beschäftigungen <ler Pfahlbaubewohner.
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Wissenschaftliche Bedeutung der Funde und Fundschichten.
Vorgeschichtliche Völker, welche sich, wie die Pfahlbauleute,in unkultivirten Gegenden ansiedelten, waren zur Befriedigung ihresLebensunterhaltes vor Allem zu Jagd und Fischfang genöthigt.Diesen folgte später Ackerbau und Viehzucht und damit dieAnfertigung vieler Werkzeuge — Gewerbe, Verkehr undHandel.
Tausende von allen möglichen, seit uralter Zeit meist inSchlamm und Sand sicher geborgenen Gegenständen der Pfahlbau-bewohner aus Stein, Holz, Ilorn und Thon, aus Kupfer und Bronze,sogar Geflechte aus Bast bis zum zarten Gewebe aus Flachs, gebenuns sichere Auskunft über die rege Thätigkeit und Geschicklich-keit der ältesten Bewohner am See und seiner Umgebung.
Für die Auffindung dieser merkwürdigen Produkte und dasStudium der Pfahlkultur überhaupt sind ferner die sog. Kultur-(Fund- oder archäologischen) Schichten, die an der Stelle der
■) Derselben Ansicht ist anch R. Forror. Antiqua 18}17. III. IV. Seite 27 f.
-’) v. Tröltsch , Karte der Verbreitung der Werkzeuge von Nephrit u. s. w.siehe Archiv für Anthropologie.
!1 ) v. Tröltsch , Fundstatistik der vorrömisch. Metallzeit im Rheingebiet.Karte der Verbreitung der Gussstätten und Massenfunde.
V Ranke, Gorr.-Bl. f. Anthrop. u. ». w. 1879. Nr. 10. Seite 112.